"Caravaggio, Utrecht und Europa" in der Alten Pinakothek

Die Begeisterung junger Künstler für die Werke des berühmten italienischen Malers Caravaggio (1571-1610) steht im Mittelpunkt einer Ausstellung der Alten Pinakothek in München. Vor allem drei Niederländer waren fasziniert und reisten um 1610 nach Rom, um seine Arbeiten zu sehen: Hendrick ter Brugghen, Gerard van Honthorst und Dirck van Baburen.
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Museumsmitarbeiter hängen in der Alten Pinakothek das Bild "Der heilige Sebastian" von Hendrick ter Brugghen auf. Foto: Sven Hoppe/Archiv
dpa Museumsmitarbeiter hängen in der Alten Pinakothek das Bild "Der heilige Sebastian" von Hendrick ter Brugghen auf. Foto: Sven Hoppe/Archiv

München - Die Begeisterung junger Künstler für die Werke des berühmten italienischen Malers Caravaggio (1571-1610) steht im Mittelpunkt einer Ausstellung der Alten Pinakothek in München. Vor allem drei Niederländer waren fasziniert und reisten um 1610 nach Rom, um seine Arbeiten zu sehen: Hendrick ter Brugghen, Gerard van Honthorst und Dirck van Baburen. Von Mittwoch bis zum 21. Juli stellt die Schau "Caravaggio, Utrecht und Europa" Gemälde bedeutender Caravaggisten und Bilder des Meisters gegenüber. Caravaggios Werke seien von neuartigem Realismus und mysteriösem Licht gekennzeichnet und seien stilprägend geworden für viele Künstler aus Italien, Frankreich, Spanien und den Niederlanden, teilte die Pinakothek am Dienstag in München mit.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Centraal Museum in Utrecht, wo sie bereits zu sehen war. Einer der Höhepunkte ist "Die Grablegung Jesus Christus" von Caravaggio aus den Vatikanischen Museen, die mit Polizeieskorte nach München gebracht wurde und nur bis zum 19. Mai gezeigt wird.

Im Vergleich der Bilder wird deutlich, dass die Caravaggisten ihren eigenen Stil fanden und nicht nur kopierten. "Sie schauen genauer hin, sie treiben den Realismus Caravaggios noch auf die Spitze", erklärte Kurator Bernd Ebert. Dabei scheuten sie sich auch nicht, dreckige Füße oder verfaulte Zähne zu zeigen. "Es sind keine idealisierten Figuren, sondern es sind Menschen, nach dem Leben gemalt."

Für alle Gemälde haben Musikstudenten Stücke komponiert, die Besucher über den Audioguide hören können. Mit der Bayerischen Staatsoper ist zudem eine szenische Aufführung in der Ausstellung geplant.

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