Bund Naturschutz: Bürokratieabbau nicht auf Kosten der Natur

Die Regierungen in Bund und Land wollen Bürokratie abbauen. Häufig sind es Umweltvorschriften, die fallen sollen. Der Bund Naturschutz warnt.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
Bayerns BN-Landeschef Martin Geilhufe will nicht, dass der Naturschutz zugunsten von Bürokratieabbau auf der Strecke bleibt (Archivbild).
Bayerns BN-Landeschef Martin Geilhufe will nicht, dass der Naturschutz zugunsten von Bürokratieabbau auf der Strecke bleibt (Archivbild). © Daniel Löb/dpa
Augsburg

Der neue Chef des bayerischen Bunds Naturschutz (BN) hat davor gewarnt, umweltpolitische Vorgaben als überflüssigen Ballast zu betrachten. "Mich erfüllt mit großer Sorge, dass man sich den Naturschutz als den Hinderungsgrund für Wirtschaftsentwicklung ausgesucht hat", sagte Martin Geilhufe der "Augsburger Allgemeinen".

Bei Entbürokratisierung die Beteiligungsmöglichkeiten für den Naturschutz zu beschränken, sei nicht der Weisheit letzter Schluss. "Dass viele unter Bürokratie leiden, das ist völlig klar, aber wir brauchen gewisse Regeln für das Gemeinwohl", betonte Geilhufe.

Der im November gewählte Verbandschef kritisierte zugleich, dass durch die klimapolitischen Debatten originäre Naturschutz-Themen in den Schatten geraten. So habe zum Beispiel der voraussichtliche neue grüne Ministerpräsident Cem Özdemir in seinem Wahlkampf Klima- und Umweltschutz betont, nicht aber das Thema Naturschutz gespielt.

Geilhufe: Hoffentlich umarmt Söder bald wieder Bäume

Geilhufe verwies auf den Erfolg des Volksbegehrens "Rettet die Bienen" aus dem sich positive Dinge wie der Streuobstpakt oder ein besseres Naturschutzgesetz entwickelt hätten. 

CSU-Ministerpräsident Markus Söder umarme heute anders als damals keine Bäume mehr. "Aber er wird es hoffentlich wieder tun!", sagte der Bund-Naturschutz-Chef. "Vergangenen Sommer hat Markus Söder damit angefangen, Elektrotankstellen einzuweihen", lobte Geilhufe.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.