Christkindlmarkt-Buden angezündet – Rathauschef entsetzt

Eigentlich wollten Ehrenamtliche auf dem Christkindlmarkt in Schorndorf ihre Vereinskassen aufbessern. Dann wird an acht Buden Feuer gelegt. Wie der Bürgermeister und die Besucher reagieren.
dpa |
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Insgesamt acht Buden sind durch das Feuer beschädigt worden.
Insgesamt acht Buden sind durch das Feuer beschädigt worden. © -/Kreisfeuerwehrverband Cham/dpa
Schorndorf

Nach der Brandstiftung an mehreren Buden auf einem Christkindlmarkt im oberpfälzischen Schorndorf spricht der Bürgermeister von einem "Anschlag aufs Ehrenamt". Insgesamt seien dort 14 Buden aufgestellt worden, sagte Rathauschef Max Schmaderer. Alle würden von Vereinen betrieben und seien in deren Besitz. "Die müssen jetzt aus ihrem ehrenamtlich sauer verdienten Geld den Schaden beheben."

Die Polizei schätzte den Schaden an den acht betroffenen Buden auf einen niedrigen vierstelligen Betrag. Ein Mann hatte demnach in der Nacht auf den ersten Adventssonntag gegen 5.00 Uhr an mehreren Stellen Feuer gelegt, die Feuerwehr konnte die noch kleinen Brände schnell löschen.

Bürgermeister: Brandkatastrophe verhindert

Laut Bürgermeister Schmaderer lag das zum einen an der Schnelligkeit der Einsatzkräfte, zum anderen aber auch an einer aufmerksamen Autofahrerin, die das Feuer schnell meldete. "Das hat eine Brandkatastrophe verhindert", sagte der Rathauschef. Er sehe die Gefahr, dass die Flammen auch auf zwei benachbarte Gebäude hätten übergreifen können.

Der nur für den ersten Adventssonntag geplante Christkindlmarkt in Schorndorf fand letztlich trotz des frühmorgendlichen Schocks statt. "Die Leute waren schon entsetzt", sagte Schmaderer. "Aber sie haben sich auch nicht lumpen lassen. Der Besuch war sehr zufriedenstellend." Dass der Markt trotzdem stattfinden konnte, sei für die Vereine dieses Jahr besonders wichtig gewesen, betonte der Bürgermeister. Laut Polizei wurden dafür kurzfristig Sicherheitsmaßnahmen verstärkt.

Diskussion über stärkere Sicherheitsmaßnahmen

Im kommenden Jahr könnten infolge des Vorfalls ebenfalls zusätzliche Kosten auf die Ehrenamtlichen zukommen, sagte Schmaderer. "Das wird sicherlich ein Thema werden müssen, dass wir vielleicht sagen, okay, wir brauchen da jetzt eine Nachtwache. Das trifft dann auch wieder diejenigen, die ohnehin jetzt schon betroffen sind."

Das Geld vom Markt sollte eigentlich die Vereinskassen füllen und dort dem Nachwuchs oder sozialen Zwecken zugutekommen, sagte der Bürgermeister. "Ich finde so etwas fatal, weil das dann schon ein Anschlag aufs Ehrenamt ist." Von einem Brandanschlag im engeren Sinne gehen die Ermittler unterdessen nicht aus. Der Verdacht laute auf Brandstiftung, teilte die Polizei mit. Gesucht wird ein Verdächtiger, der dunkle Kleidung mit reflektierenden Streifen an Schuhen, auf Kniehöhe und am Oberkörper getragen haben soll.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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