Brose-Chef: Millionen-Strafe für gefälschtes Kennzeichen?

Brose-Chef Michael Stoschek aus Coburg muss sich möglicherweise bald vor Gericht verantworten. Er hat einen extrem teuren Strafbefehl wegen Urkundenfälschung und Kennzeichenmissbrauchs bekommen und dagegen Einspruch eingelegt.
| AZ,dpa
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Michael Stoschek (mit Pokal) und seine Brose Baskets Bamberg nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2015.
dpa Michael Stoschek (mit Pokal) und seine Brose Baskets Bamberg nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2015.

Brose-Chef Michael Stoschek aus Coburg muss sich möglicherweise bald vor Gericht verantworten. Er hat einen extrem teuren Strafbefehl wegen Urkundenfälschung und Kennzeichenmissbrauchs bekommen und dagegen Einspruch eingelegt.

 

Coburg - Entsprechende Medienberichte bestätigte am Donnerstag ein Coburger Gerichtssprecher. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks soll Stoschek an seinem Porsche Kennzeichen aus Klebefolie angebracht. Er habe dies „Aus aerodynamischen und optischen Gründen“ getan, sagte Stoschek dem BR.

 

Dafür wurde gegen ihn ein Strafbefehl in Höhe von 1,65 Millionen Euro erlassen. Diese extrem hohe Summe ergibt sich aus den Einkommensverhältnissen des Milliardärs. Der will diese Summe jedoch nicht akzeptieren und argumentiert: "Es kann nicht richtig sein, für das Parken mit einem gut lesbaren Klebekennzeichen eine Strafe von 1,65 Millionen Euro zu verhängen, wenn eine Fahrt ganz ohne Kennzeichen nur ein Bußgeld von 60 Euro ohne Punkteeintrag nach sich zieht."

 

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Laut Gericht geht es allerdings nicht nur um das Material des Kennzeichens, sondern auch um die daraus resultierenden Folgen: Ein Gutachter hatte nachgewiesen, dass die Kennzeichen aus Folie im Falle einer Geschwindigkeitskontrolle durchaus nützlich sein können – denn die reflektierende Folie macht ein Blitzer-Foto unlesbar.

 

Nach Stoscheks Einspruch gegen den Strafbefehl folgt nun üblicherweise ein Prozess. Zuständig wäre in dem Fall das Amtsgericht Coburg. Ärger droht dem Brose-Chef zudem auch in Bamberg: Vor wenigen Tagen war er dort mit einem Amphibienfahrzeug auf der Regnitz unterwegs. Dafür hatte er laut einer Stadtsprecherin keine Genehmigung. Ein Zeuge des Vorfalls erstattete Anzeige.

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