Brennende Hochhauswohnung: Lebensretter retten 91-Jährige

München (dpa/lby) - Zwei mutige Lebensretter haben eine 91-Jährige aus ihrer brennenden Wohnung im achten Stock eines Münchner Hochhauses befreit. Die Frau lag vermeintlich leblos in der Wohnung, die durch eine in Flammen stehende Küche völlig verraucht war, wie die Feuerwehr am Freitag in München mitteilte.
| dpa
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Ein Fahrzeug der Feuerwehr mit eingeschaltetem Blaulicht. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa/Symbolbild
dpa Ein Fahrzeug der Feuerwehr mit eingeschaltetem Blaulicht. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa/Symbolbild

München (dpa/lby) - Zwei mutige Lebensretter haben eine 91-Jährige aus ihrer brennenden Wohnung im achten Stock eines Münchner Hochhauses befreit. Die Frau lag vermeintlich leblos in der Wohnung, die durch eine in Flammen stehende Küche völlig verraucht war, wie die Feuerwehr am Freitag in München mitteilte.

Anwohner des elfstöckigen Gebäudes hatten vom Parkplatz aus am Donnerstagnachmittag Rauch aus einem Fenster weit oben bemerkt. Sie alarmierten die Feuerwehr. Auch Nachbarn im betroffenen achten Stockwerk nahmen den Angaben nach Rauchgeruch wahr und hörten den piepsenden Rauchwarnmelder. Sie flüchteten aus dem Gebäude.

Ein Anwohner und der Hausmeister machten sich jedoch der Feuerwehr zufolge auf die Suche, wo genau der Melder piepste. Sie brachen mit Hilfe eines Feuerlöschers gewaltsam die Wohnungstüre auf. Im Rauch konnten sie die dem ersten Eindruck nach leblose Frau in der Wohnung liegen sehen.

Kurzer Hand hielten sie die Luft an, packten die Seniorin und zogen sie aus der brennenden Wohnung. Danach versuchten sie auch noch, die Flammen in der Küchenzeile mit einem Pulverlöscher zu bekämpfen.

Kurze Zeit später trafen die Rettungskräfte ein. Sie versorgten die Schwerverletzte sofort notärztlich und brachten sie in ein Krankenhaus. Sie erlitt laut Polizei eine schwere Rauchvergiftung.

Ein Atemschutztrupp löschte den Brand. Durch die Abluftöffnungen in Küche und Bad war der giftige Brandrauch auch in die direkt darüberliegende Wohnung gezogen. Auf der Suche nach weiteren Menschen öffnete die Feuerwehr mehrere Wohnungen zwischen dem achten und elften Stock.

Nach ersten Erkenntnissen der Kriminalpolizei löste ein Kunstoffgegenstand auf einer eingeschalteten Herdplatte das Feuer aus. Den Gesamtschaden schätzen die Beamten auf mehrere Zehntausend Euro.

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