Brantner: Hoffe, dass Aigner Land zusammenführen wird

Die Grünen-Chefin hebt die Qualitäten von Ilse Aigner für das höchste Staatsamt hervor. Die Kandidatenfindung missfällt Brantner allerdings.
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Brantner lobt Aigners Qualitäten für das Bundespräsidentenamt. (Archivbild)
Brantner lobt Aigners Qualitäten für das Bundespräsidentenamt. (Archivbild) © Michael Kappeler/dpa
Berlin

Grünen-Chefin Franziska Brantner setzt darauf, dass Ilse Aigner als Bundespräsidentin Gräben in der Gesellschaft überwinden kann. "Ich hoffe, dass sie auch als Bundespräsidentin Brücken bauen und unser Land zusammenführen wird", sagte Brantner den Funke Medien. 

Die bayerische Landtagspräsidentin Aigner soll nach dem Willen von Bundeskanzler Friedrich Merz die erste Frau an der Staatsspitze der Bundesrepublik Deutschland werden. Der CDU-Vorsitzende kündigte bei einem Abendessen mit dem Parteipräsidium an, die 61-jährige CSU-Politikerin am Montag offiziell den Spitzengremien der Partei als Bundespräsidentin vorzuschlagen, wie es aus Parteikreisen hieß. 

Scharfe Kritik an der Kandidatenfindung 

"Nach über 75 Jahren ist es höchste Zeit, dass eine Frau das höchste Amt im Staat übernimmt", sagte Brantner. Sie schätze Aigner, die in ihren bisherigen politischen Ämtern empathisch und verbindlich aufgetreten sei. Gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Spaltung brauche es eine Persönlichkeit, die Menschen mit Empathie und Offenheit begegne, die verbinde, die Demokratie entschlossen verteidige, wichtige Debatten anstoße und einen klaren moralischen Kompass habe, so formulierte die Grünen-Chefin das Anforderungsprofil an das nächste Staatsoberhaupt. 

Brantner kritisierte zugleich die Kandidatensuche in der Union. Diese sei "mehr als unglücklich verlaufen". CDU-Chef Merz habe zu keinem Zeitpunkt Führung übernommen und die Debatte stattdessen einfach laufen lassen. "Ein solches Schauspiel wird der Bedeutung und Würde des höchsten Staatsamtes nicht gerecht", sagte die Grünen-Chefin.

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