Bergwald in den Chiemgauer Alpen brennt im Gipfelbereich

Es weckt Erinnerungen an den Saurüsselkopf: In den Chiemgauer Alpen brennt der Bergwald, erneut im schwer zugänglichen Gipfelbereich. Die Feuerwehr ist im Großeinsatz.
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Die Feuerwehr versucht den Brand auch mit Löschhubschraubern zu bekämpfen. (Symbolbild)
Die Feuerwehr versucht den Brand auch mit Löschhubschraubern zu bekämpfen. (Symbolbild) © Jason Tschepljakow/dpa
Unterwössen

In den Chiemgauer Alpen brennt nahe der Lackenbergwand bei Unterwössen der Bergwald. Derzeit läuft ein Großeinsatz im schwer zugänglichen Gipfelbereich der Hochwand, wie der Kreisfeuerwehrverband Traunstein mitteilte. Am Morgen wurde zudem die Bevölkerung in der Gegend vor der starken Rauchentwicklung gewarnt.

"Da werden die Menschen gebeten, die Fenster und Türen geschlossen zu halten, die Lüftungs- und Klimaanlagen auszuschalten und den Bereich um den Einsatzort zu meiden", sagte ein Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes. Bereits bei der Alarmierung am Mittwochabend sei eine deutliche Rauchsäule im Gipfelbereich auf knapp 1.000 Metern Seehöhe zu sehen gewesen. 

Ausmaß noch unklar

Eine verlässliche Einschätzung der genauen Brandfläche war zunächst ebenso wenig möglich wie Aussagen zur Brandursache. Nach aktuellem Stand wurde jedoch niemand verletzt. 

Grundsätzlich seien die Verhältnisse zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Brandes ähnlich gewesen wie bei dem Feuer am nicht weit entfernten Saurüsselkopf nahe Ruhpolding im Mai, sagte der Feuerwehrsprecher. Der Brand dort hatte sich im Anschluss ausgebreitet und war extrem schwer zu bekämpfen gewesen. Erst nach einem Monat wurde der Einsatz endgültig für beendet erklärt.

Sprinkler sollen Ausbreitung verhindern

Auch beim aktuellen Brand an der Hochwand hat sich das Feuer in der ersten Nacht ausgeweitet. "Man hat gestern Abend und in den Nachtstunden begonnen, lange Schlauchstrecken aufzubauen und alle paar Meter sogenannte Kreisregner aufzubauen", schilderte der Feuerwehrsprecher. "Das kann man sich vorstellen wie einen großen Gartensprinkler. Damit wird der Bereich, der nicht vom Brand betroffen ist, bewässert, um eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern." 

Dazu wurde ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet. Auch drei Löschhubschrauber waren noch am Abend im Einsatz. "An den Ursprungsbrand kommt man nicht mit Fahrzeugen hin", schilderte der Feuerwehrsprecher. Eine unmittelbare Brandbekämpfung im Gipfelbereich des Berges mit bodengebundenen Kräften sei zunächst nicht möglich gewesen. Vorerst waren rund 200 Mitglieder der Feuerwehren, der Bergwacht, des Rettungsdienstes und der Polizei im Einsatz gewesen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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