Borkenkäfer in Wäldern des Freistaats stark reduziert

Der Borkenkäfer setzt den Bäumen seit Jahren arg zu. Jetzt atmen die Bayerischen Staatsforsten auf – aus gutem Grund.
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Die kleinen Käfer bringen den Bäumen den Tod. (Archivbild)
Die kleinen Käfer bringen den Bäumen den Tod. (Archivbild) © Andreas Arnold/dpa
Regensburg

Bayerns Wälder sind heuer so gut gegen die Borkenkäferplage gewappnet wie seit langem nicht. Die Ausgangslage sei besser als im gesamten zurückliegenden Jahrzehnt, teilten die Bayerischen Staatsforsten mit. "Wir konnten die Schadholzmengen im Vergleich zu den Vorjahren drastisch reduzieren", erläuterte Vorstand Rudolf Plochmann in Regensburg. Durch günstige Witterungsbedingungen und das große Engagement der Beschäftigten habe die Ausgangspopulation an Borkenkäfern deutlich gesenkt werden können.

Die Staatsforsten hatten in den vergangenen Jahren systematisch versucht, möglichst sämtliche Käferbäume aus dem Wald zu bringen. "Das Suchen und Finden in den Herbst- und Wintermonaten ist enorm wichtig, da die Borkenkäfer zu einem großen Teil unter der Rinde der Bäume und nicht im Boden überwintern", schilderte Plochmann. Wenn die Rinde herunterfalle, wanderten die Borkenkäfer in den Boden und seien nicht mehr greifbar.

Entscheidend für die bevorstehende Borkenkäfersaison wird den Angaben zufolge aber auch die Entwicklung der Niederschläge werden. "Eine gute Wasserversorgung der Fichten ist das A und O für deren Widerstandskraft gegen die Angriffe von Borkenkäfern." Durch die aktuell kühle Witterung – besonders in den Nächten – habe bisher der erste Schwärmflug der Borkenkäfer noch nicht stattgefunden. Die Käfer werden ab ca. 16,5 Grad und einer Tageslichtlänge von 14 Stunden aktiv.

Schadholzmenge massiv reduziert

Zwischen Juli 2025 und Ende März 2026 hatten die Staatsforsten rund 317.000 Festmeter Schadholz registriert. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum der Jahre 23/24 waren es noch 1,6 Millionen Festmeter Schadholz gewesen. Ein weiterer Grund zur Freude: "Nicht nur bei den Borkenkäferschäden liegen wir bei den niedrigsten Werten seit über zehn Jahren, sondern auch bei den insgesamten Schadzahlen über alle Baumarten und Schadtypen (Insekten-, Windwurf-, Schneebruch-, Trocken- und Pilzschäden)", ergänzten die Staatsforsten.

Die Bayerischen Staatsforsten bewirtschaften auf einer Gesamtfläche von rund 808.000 Hektar den gesamten bayerischen Staatswald. In den Wäldern haben Borkenkäfer in den vergangenen Jahren zum Teil verheerende Schäden angerichtet. In Bayern sind am häufigsten die Borkenkäfer-Arten Buchdrucker und Kupferstecher verbreitet. Wärme und Trockenheit kommen den Schädlingen entgegen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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