Borkenkäfer bedroht Wälder: Kaniber erhöht Mittel

München (dpa/lby) - Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) fürchtet bei anhaltend sommerlicher Witterung ein Absterben schon geschwächter Wälder durch den Borkenkäfer. Die Ministerin stockt deshalb die Mittel zur Bekämpfung des Borkenkäfers deutlich auf.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ bei Google News
Ein Buchdrucker (Borkenkäfer/Altkäfer) sitzt auf einem Fichtenstamm im Reichswald. Foto: Daniel Karmann/Archivbild
dpa Ein Buchdrucker (Borkenkäfer/Altkäfer) sitzt auf einem Fichtenstamm im Reichswald. Foto: Daniel Karmann/Archivbild

München (dpa/lby) - Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) fürchtet bei anhaltend sommerlicher Witterung ein Absterben schon geschwächter Wälder durch den Borkenkäfer. Die Ministerin stockt deshalb die Mittel zur Bekämpfung des Borkenkäfers deutlich auf. "Wir müssen alle Register ziehen, um dem Käfer Brutraum für die weitere Vermehrung zu entziehen", begründete Kaniber den Schritt. Waldbesitzer erhalten demnach ab sofort bis zu zwölf Euro pro Kubikmeter Holz, wenn sie befallene Bäume rasch fällen und aus dem Wald transportieren. Bislang lagen die Zuschüsse bei fünf Euro.

Der Käfer breite sich in diesem Jahr besonders stark aus, sagte die Ministerin. Weil die Wälder vielerorts durch Trockenheit und Stürme geschwächt sind, fürchte sie sogar ein Absterben ganzer Wälder, wenn es weiter sommerlich heiß bleibt. "Die Bekämpfung des Borkenkäfers und der Erhalt unserer Wälder liegt im Interesse der gesamten Gesellschaft."

Mit dem Anheben der Zuschüsse will Kaniber in Zeiten drastisch fallender Holzpreise und steigender Holzernte-Kosten noch stärkere Anreize für eine rasche und effektive Käferbekämpfung schaffen.

Sturmschäden und der sehr warme und trockene Sommer hatten schon 2018 in Bayerns Wäldern Rekordmengen an Schadholz entstehen lassen. Mit 4,5 Millionen Festmetern bilanzierte die Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) für das vergangenen Jahr so viel von Borkenkäfern befallenes Holz wie noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg.

Die Ministerin hatte wegen der Käfer-Gefahr schon im vergangenen Jahr ein Maßnahmenpaket für die Waldbesitzer aufgelegt und vor einigen Wochen ausgeweitet. Es reicht von finanziellen Anreizen über Fachberatung bis hin zu personeller und organisatorischer Unterstützung. Das Borkenkäfer-Monitoring der LWF informiere die Waldbesitzer tagesaktuell über die Bedrohungslage in ihrer Region.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
0 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
Noch keine Kommentare vorhanden.
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.