Böser Wolf: Es muss weh tun!

Club-Kapitän meldet sich nach zwei schweren Knie-Verletzungen und einer Holper-Saison zurück: „Ich bin fast wieder der alte Wolf.“ Und der will sich jetzt „auf das konzentrieren, was ich kann“
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Wild entschlossen, an seine alte Klasse im Club-Trikot anzuknüpfen: Kapitän Andreas Wolf.
Wolfgang Zink Wild entschlossen, an seine alte Klasse im Club-Trikot anzuknüpfen: Kapitän Andreas Wolf.

Club-Kapitän meldet sich nach zwei schweren Knie-Verletzungen und einer Holper-Saison zurück: „Ich bin fast wieder der alte Wolf.“ Und der will sich jetzt „auf das konzentrieren, was ich kann“

NÜRNBERG Die Worte klingen fast wie eine Drohung: „Es muss weh tun“, sagt Andy Wolf. Und meint damit weniger sich, als die Schienbeine seiner Gegenspieler!

Die Freiburger Angriffsabteilung dürfte vor dem Gastspiel beim Club am Samstag (15.30 Uhr) also gewarnt sein. Denn nach seiner knapp einjährigen Zwangspause in der Zweiten Liga wegen zweier schwerer Knieverletzungen (Kreuzbandriss und Meniskus-Schaden) und einer darauf folgenden recht holprigen Erstliga-Saison, ist der Club-Kapitän nach dem 1:1 beim Saisonauftakt in Gladbach überzeugt: „Viel fehlt nicht mehr. Ich bin schon fast wieder der alte Wolf!“ Also der gnadenlose Abräumer und Abwehrchef, dessen Kontrahenten früher desöfteren mal ein grün-blaues Andenken mit nach Hause nahmen.

"Das Spielerische kommt dann übers Spiel"

In der letzten Spielzeit war der „alte Wolf“ dagegen eher selten zu sehen. Zwar sagt der 28-Jährige im Rückblick: „Es war ja nicht alles schlecht.“ Aber eben auch nicht alles gut. Aufgrund der verschärften Konkurrenzsituation nach der Verpflichtung des Schweden Per Nilsson aus Hoffenheim, schien während der Vorbereitung sogar sein Stammplatz in der Innenverteidigung in Gefahr zu geraten. Aber Wolf hat sich zurückgebissen. Und sagt heute: „Die letzte Saison war für mich nach meiner schweren Verletzung zum Reinkommen. Der nächste Schritt ist jetzt, dass ich mich stabilisiere und keine Leistungsschwankungen mehr habe.“

Die Basis dafür hat er mit seinem Auftritt am vergangenen Wochenende im Borussia-Park gelegt. Auch wenn dort noch der eine oder andere Wackler für Gefahr sorgte – Wolf hat endlich seine gewohnte Zweikampfhärte wiedergefunden. „In Gladbach war es schon ganz gut. Das Spielerische kommt dann übers Spiel“, ist sich der dienstälteste Cluberer sicher.

"Ich darf keine Überdinge versuchen"

Die aber vielleicht wichtigste Entwicklung hat bis dato wohl in Wolfs Kopf stattgefunden. Während er sich letzte Saison oft zu sehr unter Druck gesetzt hatte, weiß er heute: „Ich darf keine Überdinge versuchen, sondern werde mich einfach nur noch auf das konzentrieren, was ich kann.“ Oder anders gesagt: Ein Wolf soll eben nur tun, was ein „böser“ Wolf tun muss: Grätschen, kämpfen, beißen bis zum Schluss!Krischan Kaufmann

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