Boakye der "Vollathlet"

"Ich bin überglücklich, hier zu sein." Der Stürmer glänzt bei seinem ersten offiziellen Training als Cluberer. Trainer Thomas von Heesen ist sicher: „Er ist ein ganz wichtiger Spieler für uns.“
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Hat das Zeug zum Publikumsliebling: Isaac Boakye, dessen Autogramme bei den kleinen Club-Fans schon sehr hoch im Kurs stehen.
10nach8 Hat das Zeug zum Publikumsliebling: Isaac Boakye, dessen Autogramme bei den kleinen Club-Fans schon sehr hoch im Kurs stehen.

NÜRNBERG - "Ich bin überglücklich, hier zu sein." Der Stürmer glänzt bei seinem ersten offiziellen Training als Cluberer. Trainer Thomas von Heesen ist sicher: „Er ist ein ganz wichtiger Spieler für uns.“

270 Trainings-Kiebitze staunten gestern Nachmittag gewaltig. Club-Neuzugang Isaac Boakye gab seinen offiziellen Einstand, nachdem er gestern einen Zweijahresvertrag unterschrieben hatte. Und was für einen Einstand. Geschmeidig wie eine Gazelle, eiskalt im Abschluss tanzte der 26-jährige Ghanaer bei den Koordinationsübungen und brillierte im Spiel. Gegen Boakye sah die bisherige Nürnberger Stammkraft Robert Vittek wie ein hölzerner Stehgeiger aus.

„Boakye ist ein wichtiger Spieler für uns“, gab dann anschließend auch Trainer Thomas von Heesen zu Protokoll, „so einen brauchen wir, er explodiert im Strafraum und macht aus Chancen Tore.“ Bislang ein Manko beim neuen Club. Nullnummern zogen sich durch die Vorbereitung und das Pokalspiel in Ahlen. Jetzt also Isaac, laut von Heesen „ein Vollathlet, der kein Gramm Fett am Körper hat.“

Der so Gelobte verriet umgehend, warum er so auftrumpft. „Ich bin überglücklich, hier zu sein. Überglücklich, dass ich hier spielen kann, mit dem Team arbeiten darf“, sagte Boakye vorsichtshalber auf Englisch. Deutsch versteht er sehr wohl, nur mit dem Sprechen hapert es noch ein bisschen. „Die Mannschaft und das Funktionsteam sind alle sehr nett zu mir“, so Boakye weiter, „und ich will natürlich dazu beitragen, dass wir unser Ziel, die 1. Bundesliga, erreichen. Ich kann keine Tore versprechen, aber ich verspreche, mein Bestes zu geben und hoffe natürlich, dass ich für die Mannschaft treffe.“

Trainer von Heesen ein Grund für den Wechsel

Sein gutes Verhältnis zu von Heesen, der Boakye 2003 nach Bielefeld geholt und groß herausgebracht hatte, spielte bei dem Transfer zum Nulltarif (AZ berichtete) selbstverständlich eine Rolle. Aber nicht nur. Boakye: „Der Trainer gehört dazu, aber ich will auch unbedingt in dieser Mannschaft spielen.“ Aktuell spricht wenig dagegen. Nachdem Christian Eigler wieder fit wird ist ein Sturmpärchen Eigler/Boakye schon zum Saisonstart am Sonntag gegen den FC Augsburg nicht ausgeschlossen. Von Heesen: „Mit Eigler, Vittek und Boakye kann ich planen. Die bleiben sicher bei uns. Bei Angelos Charisteas kann ich das nicht bewerten, das ist ein übergeordnetes Thema. Und Boakye kenne ich seit Jahren, Tore hat er auch nicht zu wenig gemacht.“

Aber von Heesen hat auch eine von Boakye unabhängige Meinung zur Abschlussmisere seiner Profis. „Sie müssen sich mehr anstrengen, um in Führung zu gehen. Wären wir einmal vorne, würden wir auch viele Tore machen.“ Will heißen, jeder Gegner mauert und, so von Heesen, „wartet auf unsere Fehler.“ Klar, macht der Club das 1:0, muss der Gegner öffnen. Deshalb Boakye, der „Vollathlet“. Wenn er so trifft wie gestern im Training, ist von Heesen eine Sorge los. Und wann sagt schon einer, er wäre überglücklich, und verzichtet auf knapp die Hälfte seines bisherigen Gehaltes? Wenn das kein Grund zum Staunen ist. MK/ERG

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