BN: Baumschutzverordnungen könnten Hitze erträglich machen

Schwitzen bis der Arzt kommt - das ist bei den aktuellen Temperaturen allzu oft Realität. Gerade Städte heizen sich schnell auf. Der Bund Naturschutz hat da einen Vorschlag.
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Bäume ragen in den Himmel. Foto: Uli Deck/Archivbild
dpa Bäume ragen in den Himmel. Foto: Uli Deck/Archivbild

München (dpa/lby) - Bäume spenden nicht nur Schatten, sondern kühlen ihre Umgebung auch durch Verdunstung spürbar ab. Ein Effekt, der Hitzewellen wie in diesen Tagen vor allem auch in dicht besiedelten Gebieten erträglicher macht. "Dennoch haben wir jedes Jahr dramatische Verlustzahlen bei Bäumen in Bayerns Städten. Wir brauchen aber mehr statt weniger Bäume", kritisierte der Landesvorsitzende des Bund Naturschutz (BN), Richard Mergner, am Freitag in München.

"In Zeiten der Klimakrise mit steigender Hitzebelastung in den Stadtzentren sind Stadtbäume und innerstädtische Grünflächen als natürliche Klimaanlagen überlebensnotwendig für die Bevölkerung", betonte Mergner. Dennoch hätten im Freistaat nicht einmal 100 der 2056 Kommunen eine Baumschutzverordnung, wie eine bundesweit einmalige Studie des BN ergeben habe.

Der Naturschutzverband fordert daher landesweit die Einführung kommunaler Baumschutzverordnungen auf Basis eines Zonierungskonzepts. So sollten in stark verdichteten Zonen Baumfällungen nicht oder nur gegen hohe Ausgleichszahlungen oder erhebliche Ersatzpflanzungen möglich sein. Wo es bereits viel Grün gebe, könnten die Ersatzpflanzungen im Verhältnis 1:1 durchgeführt werden.

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