Blutdoping-Hauptverfahren gegen Mark S. eröffnet

Im internationalen Blutdoping-Skandal um den Erfurter Mediziner Mark S. dürfte noch in diesem Jahr der Prozess anstehen.
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Das Gebäude für Amtsgericht, Landgerichte, Oberlandesgericht und Staatsanwaltschaft in München. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild
dpa Das Gebäude für Amtsgericht, Landgerichte, Oberlandesgericht und Staatsanwaltschaft in München. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild

München - Im internationalen Blutdoping-Skandal um den Erfurter Mediziner Mark S. dürfte noch in diesem Jahr der Prozess anstehen. "Die Anklage ist zugelassen, das Hauptverfahren ist eröffnet", teilte Florian Gliwitzky vom Landgericht München am Donnerstag auf Anfrage mit. Die Kammer habe bislang noch keine Termine offiziell gemacht. Es ist aber damit zu rechnen, dass die Hauptverhandlung noch im Herbst 2020 beginnt. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet.

Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft München hat Mitte Dezember 2019 Anklage gegen Mark S. und vier Helfer erhoben. Ihnen wird unter anderem gewerbsmäßige und teilweise bandenmäßige Anwendung verbotener Dopingmethoden beziehungsweise Beihilfe dazu vorgeworfen.

In der 145-seitigen Anklageschrift sind mehr als 30 Zeugen, darunter zahlreiche Sportler, benannt worden. 23 Athleten wurde bei den Ermittlungen Blutdoping nachgewiesen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Sportarzt seit Ende 2011 regelmäßig und in einer unbekannten Anzahl von Fällen weltweit Blutdoping betrieben hat.

Während der Nordischen Ski-WM in Innsbruck und Seefeld hatten österreichische und deutsche Behörden Ende Februar 2019 Razzien durchgeführt, unter anderen auch bei dem Erfurter Mediziner.

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