Bluadiger Damerl und Haberngoaß vertreiben böse Geister

Sankt Englmar (dpa/lby) - Lange Hörner, zottelige Haare und ein dickes Fell: Furchterregende Gesellen haben am Wochenende in Sankt Englmar (Landkreis Straubing-Bogen) ihr Unwesen getrieben - das war aber kein Fall für die Polizei. Denn während der "Rauhnächte" ziehen traditionell als Hexen, Teufel und Dämonen verkleidete Menschen in vielen Gemeinden vorwiegend im Alpenraum und im Bayerischen Wald lautstark durch die Straßen, um böse Geister zu vertreiben.
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Furchterregende Gesellen treiben ihr Unwesen während der "Rauhnächte". Foto: Armin Weigel/dpa
dpa Furchterregende Gesellen treiben ihr Unwesen während der "Rauhnächte". Foto: Armin Weigel/dpa

Sankt Englmar (dpa/lby) - Lange Hörner, zottelige Haare und ein dickes Fell: Furchterregende Gesellen haben am Wochenende in Sankt Englmar (Landkreis Straubing-Bogen) ihr Unwesen getrieben - das war aber kein Fall für die Polizei. Denn während der "Rauhnächte" ziehen traditionell als Hexen, Teufel und Dämonen verkleidete Menschen in vielen Gemeinden vorwiegend im Alpenraum und im Bayerischen Wald lautstark durch die Straßen, um böse Geister zu vertreiben. Sie tragen kunstvoll handgeschnitzte Masken und wilde Pelzgewänder und heißen zum Beispiel Bluadiger Damerl, Lucia, Drud und Haberngoaß.

Die "Rauhnächte" werden in der Zeit zwischen Weihnachten und Dreikönig zelebriert. Aus welchem Grund die Nächte "Rauh" heißen, ist nicht genau geklärt. Der Begriff "Rauch" steht im Bayerischen für Pelz. Zudem trieben in früheren Zeiten Bauernfamilien die Geister auch aus, indem sie in Häusern Weihrauch und Weihwasser verteilten.

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