Blitz-Eis! Schulbus kracht an Haus: 29 Kinder verletzt
Das Unfall-Drama in Unterfranken ging relativ glimpflich aus – dank des Fahrers (62).
OBERTHULBA Verdammtes Blitz-Eis! Rund 50 geschockte Kinder, viele aus Platzwunden blutend, ein Schulbus an einer Hauswand mit völlig demolierter Front, die Straße spiegelglatt – diese Szene spielte sich gestern im unterfränkischen Oberthulba ab. Der Schulbusfahrer (62) konnte trotz Schritttempos nicht verhindern, dass das tonnenschwere Gefährt ins Rutschen geriet. Heiko Sauer, Sprecher der Schweinfurter Polizei: „Es ist dem Busfahrer aber zu verdanken, dass nichts Schlimmeres passiert ist.“
Die Kinder – sechs bis 13 Jahre alt – waren am Morgen im Ortsteil Frankenbrunn gestartet und unterwegs zu einer Schule in Oberthulba. Die Straße war spiegelglatt, der Bus rutschte gegen eine Hauswand. Durch den Aufprall waren die Kinder gegen die Vordersitze geschleudert worden. Viele bluteten im Gesicht. 29 Kinder wurden verletzt, neun mussten ins Krankenhaus gebracht werden, 20 weitere klagten über schmerzende Prellungen, die ambulant versorgt werden konnte. Der Unfall hätte in einer Katastrophe enden können. „Es ist sehr glimpflich ausgegangen“, so Sauer erleichtert.
Für die Eltern der verletzten Kinder waren die Telefonate der blanke Horror: Viele Verunglückte riefen ihre Mütter und Väter mit dem Handy an, erzählten weinend vom Unglück. Die Unfallstelle war kurz darauf mit Rettungskräften, Feuerwehrmännern und den besorgten Eltern bevölkert.
Nach dem Crash kümmerten sich neben der Schulleitung auch ein Kriseninterventionsteam des Bayerischen Roten Kreuzes sowie ein Notfallseelsorger um die unverletzten Schüler. Der Bus wurde durch den Unfall stark beschädigt und musste abgeschleppt werden. Die Polizei bezifferte den Sachschaden an Haus und Bus auf etwa 40 000 Euro.
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