Blinder Passagier: Huhn reist durch München - Polizei hilft

Mehrere Tage nach einer großen Reise und einer Übernachtung bei der Bundespolizei ist Huhn Henrietta wieder zu Hause. Nun ist auch klar, wie das reiselustige Tier entwischt ist.
dpa |
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Nach ihrem Ausflug hat Henrietta eine Nacht bei der Bundespolizei verbracht.
Nach ihrem Ausflug hat Henrietta eine Nacht bei der Bundespolizei verbracht. © -/Bundespolizeiinspektion München/dpa
München

Ein reiselustiges Huhn ist als blinder Passagier in die Münchner City gefahren und dort am Hauptbahnhof schließlich von der Polizei gerettet worden. Vier Tage nach dem Ausflug kam Huhn Henrietta am Nachmittag wieder bei seiner Besitzerin im Stadtteil Moosach an. "Die Dame hat sie gerade abgeholt", sagte Gerhard Wendl vom Vogelnotruf Olching, der sich in den vergangenen Tagen um das gefiederte Tier gekümmert hatte. Zunächst hatte der SWR berichtet.

Henrietta steigt gern in fremde Autos

Inzwischen ist auch klar, wie Henrietta von ihrem Zuhause in Moosach zum Hauptbahnhof gelangte: "Das Huhn hat eine Marotte", sagt Wendl. "Wenn ein Lieferwagen bei ihnen steht, dann steigt die Henrietta immer in das Auto ein und will mitfahren." Bisher hätten die Fahrer das reiselustige Huhn immer bemerkt - doch am Freitag konnte sich Henrietta unbemerkt an Bord schleichen und fuhr als blinde Passagierin zum Münchner Hauptbahnhof.

Dort lief sie nach Angaben der Bundespolizei herrenlos am Bahnhofsausgang herum, bis eine Passantin sie bemerkte und zum Fundbüro brachte. Bahnmitarbeiter hätten daraufhin die Bundespolizei verständigt.

Bundespolizisten kümmern sich um die Ausreißerin

Die Beamten tauften das Huhn in der Dienststelle auf den Namen Henrietta und meldeten den Fund bei Gerhard Wendl vom Vogelnotruf Olching. Der gab den Bundespolizisten Tipps, wie sie das Huhn am besten über Nacht versorgen konnten. Die Beamten fütterten Henrietta mit Haferflocken und ließen sie in einem ruhigen Raum übernachten. 

Am Samstag brachte die Bundespolizei das Huhn dann zu Wendls Auffangstation nach Olching im Landkreis Fürstenfeldbruck. Und am Montag meldete sich die Besitzerin bei Wendl. Bevor das entlaufene Huhn der Dame übergeben wurde, sei die Identität von Henrietta durch einen Fotoabgleich geklärt worden. "Der Fotobeweis war eindeutig und das Huhn und die Dame haben eine sehr innige Verbindung, man hat schon gemerkt, dass sich beide gekannt haben", erzählt Wendl. 

Henrietta ist laut Wendl wohlauf: "Sie hat bei der Polizei ein Ei gelegt und hat auch bei mir ein Ei gelegt." Ihre Besitzerin will in Zukunft noch besser auf ihre gefiederte Freundin aufpassen. Sie habe einen großen Zettel aufgehängt: "Bitte Türe schließen, Huhn steigt sonst ins Auto."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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