"Blick auf die Zeitgeschichte geprägt": Stefan Aust erhält Ehrenpreis des Bayerischen Buchpreises

Der Journalist und Autor Stefan Aust wird mit dem Ehrenpreis des Bayerischen Buchpreises ausgezeichnet. Er zähle zu den Autoren, "die mit ihren Büchern den öffentlichen Blick auf die Zeitgeschichte geprägt haben", lobte Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Damit rege er Generationen zum Nachdenken an.
Der Bayerische Buchpreis zeichnet jährlich die besten deutschsprachigen Neuerscheinungen in den Kategorien Sachbuch und Belletristik aus. Mit dem Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten würdigt der Freistaat Bayern zum dreizehnten Mal ein herausragendes publizistisches Gesamtwerk.
Der diesjährige Preisträger und ehemaliger Chefredakteur des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" Stefan Aust zeige, dass bedeutsame Bücher von Neugier, Beharrlichkeit und dem Mut zur eigenen Überzeugung leben. Mit seinem Sachbuch "Der Baader-Meinhof-Komplex" habe Stefan Aust ein Standardwerk geschaffen, das bis heute die Auseinandersetzung mit der RAF nachhaltig bestimme.
Er reiht sich damit unter anderem neben Hape Kerkeling (2025), Donna Leon (2024), Harald Lesch (2020) und Cornelia Funke (2015) in die Schlange der Ehrenpreisträgerinnen und Ehrenpreisträger ein. Die Preisverleihung soll am 29. Oktober 2026 in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz stattfinden und live im Radio übertragen werden. Der Bayerische Buchpreis wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels - Landesverband Bayern mit Unterstützung der Bayerischen Staatskanzlei vergeben.