Blendgranate detoniert bei Baggerarbeiten am Starnberger See

Auch 75 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg liegt noch gefährliche Munition in Deutschland im Boden. Am Starnberger See detonierte nun eine solche Granate - die Folgen blieben überschaubar.
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Blaulicht auf Polzei-Fahrzeug. Foto: Jens Büttner/ZB/dpa/Archivbild
dpa Blaulicht auf Polzei-Fahrzeug. Foto: Jens Büttner/ZB/dpa/Archivbild

Seeshaupt (dpa/lby) - Bei Baggerarbeiten im Uferbereich des Starnberger Sees in Seeshaupt ist am Mittwoch eine Blendgranate detoniert. Da die Granate unter Wasser lag, konnte sie nach Einschätzung der Experten des Entschärfungskommandos ihre Wirkung nicht wie normal entfalten. Dadurch seien die Bauarbeiter nicht verletzt worden und es habe keine Beschädigungen gegeben, berichtete ein Polizeisprecher.

Die US-Granate aus dem Zweiten Weltkrieg wurde in der Nähe des Dampfersteges in Seeshaupt (Landkreis Weilheim-Schongau) gefunden. Der 25 Jahre alte Baggerführer löste die Phosphorgranate vermutlich aus, als seine Maschine bei den Arbeiten auf die Munition stieß. Über Wasser hätte die Blendgranate im Umkreis von 30 Metern Menschen verletzten können. Das Phosphor kann schwere Verbrennungen erzeugen.

Nach der Detonation wurde die Umgebung abgesperrt, im Umkreis von 150 Metern wurden Wohnungen geräumt. Etwa 30 Menschen waren davon betroffen. Auch der Schiffsverkehr musste vorübergehend eingestellt werden.

Die Granate wurde anschließend von den Spezialisten für Kampfmittelentsorgung geborgen. Nach etwa drei Stunden konnten die Sperrungen aufgehoben werden.

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