Bisher keine heiße Spur bei zwei ungeklärten Morden

Wer tötete zwei Mädchen vor Jahrzehnten in Bayern? Den Ermittlern liegen nach einer ZDF-Sendung etliche Hinweise vor. Was diese nun damit anfangen.
dpa |
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Den Ermittlern zufolge gingen auch viele konkrete Hinweise auf Menschen, Firmen oder andere Fälle ein, die mit den beiden Morden in Verbindung stehen könnten. (Symbolbild)
Den Ermittlern zufolge gingen auch viele konkrete Hinweise auf Menschen, Firmen oder andere Fälle ein, die mit den beiden Morden in Verbindung stehen könnten. (Symbolbild) © Daniel Karmann/dpa
Nürnberg

Trotz zahlreicher Hinweise zu zwei ungeklärten Morden an Mädchen in Bayern haben die Ermittler bisher noch keine heiße Spur. Das liege auch daran, dass sich die Hinweise auf Wahrnehmungen aus den 1970er und 1980er Jahren bezögen, sagte Sprecher Michael Konrad vom Polizeipräsidium Mittelfranken in Nürnberg. Diese Angaben müssten zunächst überprüft werden, was längere Zeit in Anspruch nehmen könne. 

Die Ermittler hatten sich vor gut zwei Wochen in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY… ungelöst" an die Bevölkerung gewandt, um neue Erkenntnisse zu den Morden an der 13-jährigen Sonja Hurler in Kempten im Allgäu und der zwölfjährigen Marion Baier im mittelfränkischen Oberasbach (Landkreis Fürth) zu bekommen. "Inwieweit sich aus diesen Hinweisen im Einzelnen neue Ermittlungsansätze ergeben, ist derzeit noch nicht klar", sagte Konrad. 

Konkrete Hinweise haben Priorität

Die Polizei geht davon aus, dass derselbe Täter die Mädchen umgebracht hat. In beiden Fällen fanden sich dank neuer kriminaltechnischer Methoden DNA-Spuren, die übereinstimmen. Außerdem bestehen demnach Parallelen zwischen den Taten: In beiden Fällen handelt es sich aus Sicht der Ermittler um Sexualmorde, in der Nähe der Tatorte gab es jeweils ein Fest. 

Seit der ZDF-Sendung seien etwa 150 Hinweise eingegangen, sagte Konrad. Darunter seien allgemeine Tipps für die Ermittlungen, aber auch konkrete Hinweise auf Menschen, Firmen oder andere Fälle, die mit den beiden Morden in Verbindung stehen könnten. Diese konkreten Hinweise hätten nun Priorität. 

Gibt es weitere Taten?

"Die Ermittler in beiden Fällen stehen hierzu natürlich in engem Austausch", sagte Konrad. Zusätzlich prüften Profiler - also Fallanalytiker - aus München, ob es möglicherweise Überschneidungen mit anderen Tötungs- und Sexualdelikten gebe.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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