BIHK: Wirtschaft hat Talsohle wohl durchschritten

Einen echten Aufschwung zeigt die Konjunkturumfrage aber noch nicht. Das liegt auch daran, dass die Investitionen nicht anziehen.
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Bei seiner ersten Konjunktur-PK kann der neue BIHK-Präsident Peter Inselkammer einen leichten Aufwärtstrend vermelden. (Archivbild)
Bei seiner ersten Konjunktur-PK kann der neue BIHK-Präsident Peter Inselkammer einen leichten Aufwärtstrend vermelden. (Archivbild) © Peter Kneffel/dpa
München

Die Stimmung in der bayerischen Wirtschaft wird etwas besser. Der Konjunkturindex des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK) hat im Herbst um vier Punkte auf 105 zugelegt. Vom langjährigen Durchschnitt von 111 Punkten ist der Index damit aber noch weit entfernt. Basis ist eine Befragung der IHK-Mitglieder mit mehr als 3.000 Antworten.

"Die Talsohle scheint durchschritten. Von einem echten Aufschwung kann aber keine Rede sein", sagt BIHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl. Für eine dauerhafte wirtschaftliche Dynamik fehlten Reformen und dadurch ausgelöste Investitionen.

Vor allem die aktuelle Lage wird von den Unternehmen besser bewertet. Hier liegt der Saldo bei plus 14 Punkten - der Anteil der Unternehmen, der sich hier positiv äußert, liegt also um 14 Prozentpunkte über dem Anteil, der sich negativ äußert. Bei den Geschäftserwartungen überwiegen mit minus 3 zwar noch die Pessimisten, auch hier geht es aber etwas nach oben.

Zu wenig Investitionen

"Die Unternehmen spüren einen Aufwind, investieren aber nicht. Das ist ein Warnsignal für den Standort", schränkt der neue BIHK-Präsident Peter Inselkammer ein. Die Unternehmen litten unter hohen Arbeitskosten, steigenden Energiepreisen und einer immer größeren Regulierungsdichte. 

Nach den größten Risiken in den kommenden 12 Monaten gefragt, nannten die Unternehmen am häufigsten die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. 66 Prozent führten sie an - das sind so viele wie noch nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 2012. Dahinter folgen Energie- und Rohstoffpreise, Inlandsnachfrage und Arbeitskosten mit Werten von 60 bis 56 Prozent. Bei allen dreien sanken aber die Nennungen. Dies gilt auch für den Fachkräftemangel - er wird nur noch von 35 Prozent der Unternehmen genannt - das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebungen. 

Immerhin, der Stellenabbau hat sich der Umfrage nach etwas verlangsamt. Der Saldo aus aufbauenden und abbauenden Unternehmen ist mit minus neun aber immer noch klar negativ. Insgesamt bauen 23 Prozent der befragten Betriebe Stellen ab.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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