Betrug mit Blockheizkraftwerken wird erneut verhandelt

Nürnberg (dpa/lby) - Wegen Betrugs um angeblich hoch effiziente und mit Rapsöl betriebene Blockheizkraftwerke hat am Mittwoch vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth ein weiterer Prozess begonnen. Einer der elf Angeklagten der ehemaligen Gesellschaft zur Förderung Erneuerbarer Energien (GFE) beantragte die Aussetzung des Verfahrens, weil er einen anderen Pflichtverteidiger wollte.
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Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/Archiv
dpa Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/Archiv

Nürnberg (dpa/lby) - Wegen Betrugs um angeblich hoch effiziente und mit Rapsöl betriebene Blockheizkraftwerke hat am Mittwoch vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth ein weiterer Prozess begonnen. Einer der elf Angeklagten der ehemaligen Gesellschaft zur Förderung Erneuerbarer Energien (GFE) beantragte die Aussetzung des Verfahrens, weil er einen anderen Pflichtverteidiger wollte. Der Antrag wurde zurückgewiesen.

Die Staatsanwaltschaft verlas die 117 Seiten umfassende Anklageschrift. Die Firma mit Sitzen in Nürnberg und in der Schweiz hatte jahrelang die Blockheizkraftwerke verkauft und den Kunden dabei hohe Renditen von bis zu 30 Prozent versprochen. Tatsächlich aber hatten die Kleinkraftwerke nie funktioniert. Der Schaden beläuft sich laut Anklage auf rund 62 Millionen Euro.

Am 27. Februar 2014 waren elf führende GFE-Mitarbeiter nach 94 Verhandlungstagen wegen millionenschweren Betrugs zu Haftstrafen zwischen drei und neun Jahren verurteilt worden. Das Gericht hatte in seinem Urteil 88 Betrugsfälle aufgelistet.

Für den jetzigen Prozess sind zunächst 27 Verhandlungstage terminiert. Die Urteile könnten im September gesprochen werden.

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