Betrüger täuschen Notruf vor und erbeuten Schmuck

Eine 67-Jährige will einen angeblichen Polizeieinsatz über die Rufnummer 110 überprüfen. Doch die Betrüger nutzen eine neue Masche - und haben Erfolg.
dpa |
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Mit einer neuen Betrugsmasche haben falsche Polizisten eine 67-Jährige in Neunburg vorm Wald um kostbaren Schmuck gebracht. (Symbolbild)
Mit einer neuen Betrugsmasche haben falsche Polizisten eine 67-Jährige in Neunburg vorm Wald um kostbaren Schmuck gebracht. (Symbolbild) © David Inderlied/dpa
Neunburg vorm Wald

Mit einer nach Polizeiangaben neuartigen Betrugsmasche haben Unbekannte eine 67-Jährige um Schmuck im Wert eines mittleren vierstelligen Euro-Betrags gebracht. Einer der Täter verletzte die Frau zudem.

Die Frau aus Neunburg vorm Wald im Landkreis Schwandorf war von einem angeblichen Polizeibeamten angerufen worden. Dieser behauptete, in ihrer Nachbarschaft sei eingebrochen worden. Die Frau könne die Echtheit des Einsatzes überprüfen, indem sie die Notrufnummer 110 wähle.

Nach einem vermeintlichen Freizeichen wählte die Frau die 110. Tatsächlich sei die ursprüngliche Telefonverbindung jedoch nicht beendet gewesen, teilte die Polizei mit. Die Betrüger blieben demnach in der Leitung und täuschten auch das Gespräch mit der angeblichen Polizeieinsatzzentrale vor.

Fahndung nach Tätern bislang ohne Erfolg

Kurz darauf erschien ein Mann an der Wohnungstür und gab sich als Kriminalpolizist aus. Die 67-Jährige übergab ihm eine Schachtel mit Schmuck. Als sie misstrauisch wurde, wollte sie den Mann am Verlassen der Wohnung hindern. Bei dem anschließenden Gerangel wurde sie an der Hand verletzt. Der Unbekannte flüchtete mit dem Schmuck.

Vor dem Haus wartete laut Polizei eine weitere Person in einem dunklen Kombi. Das Fahrzeug soll ein Kennzeichen mit der Buchstabenfolge "HH-LK" gehabt haben. Eine Fahndung blieb zunächst ohne Erfolg. 

Die Polizei warnte davor, bei einem laufenden Gespräch lediglich die 110 einzutippen. Eine Verbindung zum Polizeinotruf komme erst zustande, wenn das vorherige Gespräch tatsächlich beendet und anschließend neu die 110 gewählt werde. Echte Polizeibeamte verlangten zudem niemals die Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen für Ermittlungen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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