Betreibt auch Kneipe 80 in München: Münchner Gastronom plant Neues am Tegernsee
In bester Seeuferlage am Tegernsee hat die Gemeinde Bad Wiessee mit Blick auf die kommende Saison ein "ganzjährig nutzbares Bistro mit Kioskfunktion" zu vergeben – am Strandbad im Ortsteil Abwinkl. Die Suche nach einem geeigneten Pächter läuft bereits auf Hochtouren.
"Solvente, erfahrene und interessierte" Kandidaten können sich noch bis zum 30. September mit einem ausgearbeiteten Konzept im Rathaus bewerben, hieß es jüngst in einem Beitrag auf Instagram von Bürgermeister Robert Kühn. Eine Voraussetzung sei, dass das Konzept "in den Sommermonaten auch ein familienfreundliches Angebot" beinhalte. Dazu gehört typischerweise, dass die Freibad-Gäste bezahlbare Snacks und Getränke kaufen können. "Es haben sich schon einige Interessenten gemeldet", so Robert Kühn am Donnerstag auf AZ-Nachfrage, "mit unterschiedlichen Konzepten".

Pop-up-Betrieb beim Freibad Abwinkl endet zum 30. September
Alles lief aus Sicht der Gemeinde Bad Wiessee bisher wie geplant: Noch bis zum Ende der diesjährigen Badesaison kümmern sich der Münchner Gastronom Marc Uebelherr und sein Team vom Kiosk 80 übergangsweise um die Bewirtung der Besucher im Freibad Abwinkl am Sonnenfeldweg 21. Das Team hatte das marode Kioskhäuschen in Bad Wiessee im Frühjahr in Eigenregie ein wenig aufgemöbelt und im Stil der 80er-Jahre bunt gestaltet (AZ berichtete).
Der Pop-up-Betrieb sorgt an Schönwetter-Tagen noch bis zum 30. September dafür, dass – neben ein wenig Strandfeeling dank der Liegestühle auf der Wiese – vom Toast Hawaii bis zum Hotdog im Freibad Abwinkl Snacks zu fairen Preisen angeboten werden.

Gemeinde Bad Wiessee sucht Pächter für geplanten Kiosk-Neubau
Für den noch zu bauenden neuen Kiosk, der nach Auskunft des Liegenschaftsamts in Bad Wiessee spätestens im Mai 2027 in Betrieb gehen soll, sucht die Gemeinde derweil nach einem neuen Betreiber. Die Baugenehmigung sei inzwischen erteilt, so Anton Bammer, Leiter des Bauamts in Bad Wiessee, zur AZ. Der Abbruch des alten Kioskgebäudes (der damalige Kiosk wurde bis zum vergangenen Jahr betrieben) soll noch heuer erfolgen. Das Ziel sei zudem, dass man mit dem Bau ebenfalls noch heuer beginnen könne, so Bammer.
Für das künftige Kioskgebäude ist eine größere, überdachte Fläche zum Sitzen vorgesehen. Von einer Außenfläche mit bis zu 70 Sitzplätzen ist die Rede. "Künftig ist auch ein Winterbetrieb möglich, da der neue Kiosk auch bis zu etwa 35 Innensitzplätze haben wird", teilt Sissi Mereis vom Liegenschaftsamt zudem auf AZ-Nachfrage mit. Die Baupläne zu dem geplanten Kiosk kann man auf der Webseite der Gemeinde Bad Wiessee einsehen.
"Aufgrund der geplanten Innen- und Außensitzplätze wird hier ein normaler Bistrobetrieb möglich sein", so Sissi Mereis. Das Konzept sei "modern, zeitgemäß und bodenständig"; es solle "vor allem in den Sommermonaten" die Familien ansprechen. Das bedeutet auch: "Der Kiosk muss von Mai bis Oktober offen sein, in den Wintermonaten kann er offen sein."
Kiosk 80 verabschiedet sich in Bad Wiessee mit "Tegernseer Gießkannenfest"
Für die Mitarbeiter vom Kiosk 80 geht die Zeit in Bad Wiessee unterdessen bald zu Ende. Mit einem "Tegernseer Gießkannenfest" wollen sie sich an diesem Sonntag (13. September) ab 14 Uhr offiziell von ihren Gästen im Freibad Abwinkl verabschieden. Ausgeschenkt werden Drinks in Gießkannen, hieß es, und gewiss auch der ein oder andere Aperol Spritz im Glas.

Hinter dem Kiosk 80 stehen, wie berichtet, der Gastronom Marc Uebelherr und sein Team von Kneipe 80 – ein Konzept, das in München einen hohen Bekanntheitsgrad erlangte und darüber hinaus expandieren soll. Jüngstes Beispiel: Im Mai 2026 öffnete eine neue Kneipe 80 in Augsburg, wie Marc Uebelherr der AZ damals vorab mitgeteilt hatte.
Wie hat er die Saison am Kiosk 80 in Bad Wiessee bisher erlebt? "Wir hatten einen super Sommer und sind sehr happy", blickt der Münchner Gastronom zurück. Was die Suche der Gemeinde Bad Wiessee nach einem Pächter für den neuen Kioskbau am Strandbad Abwinkl betrifft, habe man "den Hut nicht in den Ring geworfen", so Uebelherr. Aber, so viel hat er im Gespräch mit der AZ bereits verraten: "Weil es so toll war und wir so viele Stammgäste haben, wollen wir am Tegernsee weiterziehen." In eine andere Gemeinde am See, wie er auf AZ-Anfrage andeutet. Über die Details wolle man zum gegebenen Zeitpunkt informieren.
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