Bertelsmann-Konzern schließt Vogel Druck

Viele Menschen lesen nur noch auf ihren Bildschirmen, ob am Computer oder auf dem Mobiltelefon. Für Druckereien sind die Zeiten schlecht.
von  dpa
Auch Zeitschriften werden heute häufig digital gelesen, ob Fach- oder Publikumszeitschrift. Das bedeutet schlechte Zeiten für Druckereien. (Symbolbild)
Auch Zeitschriften werden heute häufig digital gelesen, ob Fach- oder Publikumszeitschrift. Das bedeutet schlechte Zeiten für Druckereien. (Symbolbild) © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Die zum Bertelsmann-Konzern gehörende Druckerei Vogel Druck in Unterfranken soll wegen roter Zahlen spätestens Ende 2027 schließen. Damit werden etwa 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verlieren. Das in Höchberg im Kreis Würzburg ansässige Unternehmen will zeitnah sozialverträgliche Lösungen finden, wie die Muttergesellschaft Bertelsmann Marketing Services mitteilte. 

Vogel Druck arbeitet eigenständig, gehört aber zum Bertelsmann-Konzern. Druckereichef Ulrich Cordes ist gleichzeitig Finanzvorstand der Bertelsmann Marketing Services. Unter dem Dach letzterer sind eine ganze Reihe von Tochtergesellschaften innerhalb und außerhalb Deutschlands vereint, darunter mehrere Druckereien. 

Cordes begründete die bevorstehende Schließung von Vogel Druck mit den seit längerer Zeit eingetretenen Verlusten, eine Besserung der Marktsituation sei nicht absehbar. Demnach ist die Nachfrage nach gedruckten Zeitschriften und Katalogen in den vergangenen Jahren stark gesunken. Die Geschäftsführung will nun in den kommenden Wochen mit den Arbeitnehmervertretern die Rahmenbedingungen für die geplanten sozialverträglichen Lösungen aushandeln.

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