Bericht: Jede fünfte Breze aluminium-verseucht

In einem Bericht der Süddeutschen Zeitung warnt die Verbraucherzentrale Bayern vor Aluminiumbelastung in Brezen. Jedes fünfte Exemplar sprenge den Höchstwert um ein Vielfaches.
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Bayerische Brezen sind stark aluminiumbelastet. Die Verbraucherzentrale Bayern kennt das Problem.
dpa Bayerische Brezen sind stark aluminiumbelastet. Die Verbraucherzentrale Bayern kennt das Problem.

München – Da dürfte einem das Weißwurst-Frühstück im Hals stecken bleiben. Denn die Süddeutsche Zeitung hat herausgefunden, dass Bayerns Nationalgebäck, die Breze, eine potentielle Gefahr für unsere Gesundheit darstellt. Der Schadstoff: Aluminium. Jede fünfte Breze müsse bei Lebensmittelkontrollen aus dem Verkehr gezogen werden, weil sie den zulässigen Höchstwert deutlich überschreite, zitiert die Zeitung einen Sprecher von der Verbraucherzentrale Bayern.

20 Prozent aller kontrollierten Brezen überschreiten also die zulässige Menge von zehn Milligramm Aluminium pro Kilogramm Brezen. Und dabei geht es nicht um einige Milligramm zu viel sondern teilweise das bis zu 15-fache! Experten warnen seit einiger Zeit vor den Gesundheitsrisiken, die Aluminium mit sich bringt. Zwar ist unklar, wie gefährlich Aluminium für den menschlichen Körper tatsächlich ist, dennoch werden diverse Krankheiten wie Alzheimer oder Krebs mit dem Metall in Verbindung gebracht.

Aber wie kommt das Metall in das Gebäck?

Da Aluminium ein guter Hitzeleiter ist, verwenden viele Bäcker Aluminium-Backbleche. Doch die allein sind nicht das Problem. Damit die Breze ihre laugengebäck-typische Frabe bekommt, wird sie vor dem Backen mit scharfer Natron-Lauge getränkt. So werden die Brezen zwar knusprig braun, aber halt eben auch metallisch. Denn durch die Lauge werden Metallpartikel aus dem Backblech gelöst und diese dann von der Breze aufgenommen.

Viele Bäcker kennen das Problem - viel getan hat sich nach Recherchen der SZ aber nicht. Die meisten wollen nicht auf ihre Alu-Bleche verzichten. Auch Backpapier als Unterlage wird meist abgelehnt. 

Immerhin hat Verbraucherministerin Scharf bereits auf den Zeitungsartikel reagiert und schärfere Kontrollen und Strafen für uneinsichtige Bäcker angekündigt.

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