Bergung der Züge gestaltet sich kompliziert

Die Bergung der Unglückszüge von Bad Aibling ist zwar angelaufen, wird nach Einschätzung der Rettungskräfte aber noch mindestens zwei Tage dauern. Der Liveblog zum Nachlesen.
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Helfer versuchen, den Zug mit Hilfe des Spezialkrans anzuheben.
hub 21 Helfer versuchen, den Zug mit Hilfe des Spezialkrans anzuheben.
Helfer versuchen, den Zug mit Hilfe des Spezialkrans anzuheben.
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Mehr als 100 "Unfalltouristen" besuchten die Unglücksstelle am Mittwochnachmittag.
hub 21 Mehr als 100 "Unfalltouristen" besuchten die Unglücksstelle am Mittwochnachmittag.
Mehr als 100 "Unfalltouristen" besuchten die Unglücksstelle am Mittwochnachmittag.
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Polizisten haben das Büro des Fahrdienstleiters durchsucht.
dpa 21 Polizisten haben das Büro des Fahrdienstleiters durchsucht.
Polizisten haben das Büro des Fahrdienstleiters durchsucht.
dpa 21 Polizisten haben das Büro des Fahrdienstleiters durchsucht.
Polizisten haben das Büro des Fahrdienstleiters durchsucht.
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Polizisten haben das Büro des Fahrdienstleiters durchsucht.
dpa 21 Polizisten haben das Büro des Fahrdienstleiters durchsucht.
Polizisten haben das Büro des Fahrdienstleiters durchsucht.
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Dieser Spezialkran soll bei der Bergung der ineinander verkeilten Züge helfen.
dpa 21 Dieser Spezialkran soll bei der Bergung der ineinander verkeilten Züge helfen.
Dieser Spezialkran soll bei der Bergung der ineinander verkeilten Züge helfen.
dpa 21 Dieser Spezialkran soll bei der Bergung der ineinander verkeilten Züge helfen.
Dieser Spezialkran soll bei der Bergung der ineinander verkeilten Züge helfen.
dpa 21 Dieser Spezialkran soll bei der Bergung der ineinander verkeilten Züge helfen.
Dieser Spezialkran soll bei der Bergung der ineinander verkeilten Züge helfen.
dpa 21 Dieser Spezialkran soll bei der Bergung der ineinander verkeilten Züge helfen.
Dieser Spezialkran soll bei der Bergung der ineinander verkeilten Züge helfen.
dpa 21 Dieser Spezialkran soll bei der Bergung der ineinander verkeilten Züge helfen.
Angehörige und Anwohner trauern mit Kränzen und Kerzen um die Opfer des Zugunglücks.
dpa 21 Angehörige und Anwohner trauern mit Kränzen und Kerzen um die Opfer des Zugunglücks.
Angehörige und Anwohner trauern mit Kränzen und Kerzen um die Opfer des Zugunglücks.
hub 21 Angehörige und Anwohner trauern mit Kränzen und Kerzen um die Opfer des Zugunglücks.
Auch die Helfer trauern um die Opfer des Unglücks.
hub 21 Auch die Helfer trauern um die Opfer des Unglücks.
Ministerpräsident Seehofer machte sich vor Ort ein Bild von der Unglücksstelle.
dpa 21 Ministerpräsident Seehofer machte sich vor Ort ein Bild von der Unglücksstelle.
Ministerpräsident Seehofer machte sich vor Ort ein Bild von der Unglücksstelle.
dpa 21 Ministerpräsident Seehofer machte sich vor Ort ein Bild von der Unglücksstelle.
Ministerpräsident Seehofer machte sich vor Ort ein Bild von der Unglücksstelle.
dpa 21 Ministerpräsident Seehofer machte sich vor Ort ein Bild von der Unglücksstelle.
Ministerpräsident Seehofer machte sich vor Ort ein Bild von der Unglücksstelle.
dpa 21 Ministerpräsident Seehofer machte sich vor Ort ein Bild von der Unglücksstelle.

Nach dem schweren Zugunglück vom Dienstag stand der Mittwoch ganz im Zeichen der Aufräumarbeiten und der Ursachenforschung.

Der AZ-Liveblog von Mittwoch zum Nachlesen

 

+++ Gottesdienst für die Opfer geplant +++

 

In einem ökumenischen Gottesdienst wollen die Menschen in Bad Aibling in den nächsten Tagen der Opfer der Zugkatastrophe gedenken. Der Gottesdienst werde frühestens am Sonntag stattfinden, sagte der erste Bürgermeister von Bad Aibling, Felix Schwaller, am Mittwoch.

 

+++ Bergung extrem kompliziert +++

 

Auch wenn einer der beiden Spezialkräne mittlerweile die Unfallstelle erreicht hat, gehen die Bergungsarbeiten nur sehr langsam voran. Derzeit ragt der Ausleger des Krans über einen der Züge, während Feuerwehrmänner auf dem Dach des Wracks nach Befestigungsmöglichkeiten für die Hebekonstruktion suchen (siehe Fotostrecke). Sobald der Kran-Ausleger zuverlässig befestigt werden konnte, soll dann damit begonnen werden, den Zug leicht anzuheben und nach hinten wegzuziehen. Die Helfer gehen davon aus, dass sie auch noch lange nach Einbruch der Dunkelheit weiterarbeiten werden.

 

+++ Unglücksstelle als Ausflugsziel +++

 

Neben zahlreichen Journalisten haben sich mittlerweile offenbar auch viele Schaulustige in der Nähe der Unglücksstelle eingefunden. Der AZ-Reporter berichtet von mehr als 100 "Unfall-Touristen".

 

+++ Seehofer tief betroffen +++

 

Ministerpräsident Horst Seehofer zeigte sich auf einer Pressekonferenz in Bad Aibling tief gerührt. Er sprach mit zitternder Stimme: "Man ist ganz verstört, wenn man die Bilder nochmal sieht, dieses Knäul... tief betroffen..."

Bevor Seehofer die Unfallstelle in Augenschein nahm, besuchte der Ministerpräsident auch Unfallopfer in einer Klinik. "Für mich war wichtig, die Erfahrung von Betroffenen zu hören, die wissen, wie viel Glück sie hatten."

"Es wird transparent aufgeklärt. Das sind wir allen Betroffenen schuldig", verspricht Seehofer.

 

+++ Polizei erweitert Sperrgürtel +++

 

Die Polizei hat den Sperrbereich rund um die Unglücksstelle bei Bad Aibling deutlich erweitert. Der größere Radius soll den Helfern eine bessere Arbeit ermöglichen. Man möchte durch den vergrößerten Sperrgürtel einerseits erreichen, dass der Spezialkran ohne Behinderungen durch Schaulustige arbeiten kann. Andererseits möchte die Polizei so verhindern, dass die Arbeit der Spurensicherung durch Paparazzi-Fotos dokumentiert wird.

 

+++ Büro des Fahrdienstleiters durchsucht +++

 

Am Mittwochmittag hat die Polizei das Büro des Fahrdienstleiters in Bad Aibling durchsucht. Nach ersten Vernehmungen der Polizei ergibt sich aber dennoch kein dringender Verdacht gegen den Fahrdienstleiter. "Wir wehren uns vehement gegen dieses Gerücht", sagte Polizeisprecher Jürgen Thalmeier.

Zwar könne ein Fehler oder Vergehen des Diensthabenden auch nicht ausgeschlossen werden; die Ermittlungen stünden aber noch am Anfang.

 

+++ Retter schildern dramatische Szenen +++

 

Im Rathaus von Bad Aibling ließen sich zahlreiche Spitzenpolitiker aus Bayern und des Bundes von den Rettern schildern, wie der Einsatz am Dienstag ablief. Dabei wurde von Einsatzleiter Wolfram Höfler auch eine besonders erschütternde Szene geschildert:

Der tödlich verletzte Zugführer eines der Meridian-Züge war in dem schwer verformten Triebwagen eingeklemmt. Unter ihm befand sich eine zweite Person, die noch lebte, sich aber auf Grund dieser Konstellation nicht befreien konnte. Bis ihn die Helfer bargen, war der Mann dieser furchtbaren Situation ausgesetzt.

Szenen wie diese machten den Einsatz auch für die Helfer zu einer massiven psychischen Belastung. Dennoch setzten sie auch am Mittwoch ihre Arbeit unvermindert fort.

 

+++ Neun der zehn Todesopfer identifiziert +++

 

Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, konnten mittlerweile neun der zehn Todesopfer identifiziert werden. Es handelt sich demnach um Männer zwischen 24 und 60 Jahren. Auch das letzte, bislang noch unbekannte Todesopfer sei ein erwachsener Mann. Kinder und Jugendliche sind demnach bei dem Unglück nicht ums Leben gekommen.

Lesen Sie auch: Ministerpräsident Seehofer und Bahnchef Grube besuchen Unfallstelle

 

+++ Spezialkran und THW im Einsatz +++

 

Am Mittwochvormittag ist ein erster Spezialkran der Deutschen Bahn bereits am Unglücksort eingetroffen. Der Notfallkran aus Fulda besitzt eine Tragkraft von 160 Tonnen. Zu dem Kran gehört ein Zug mit insgesamt fünf Modulen, in denen unter anderem die Energieversorgung, eine Werkstatt und Aufenthaltsmöglichkeiten für die Einsatzteams untergebracht sind. Ein weiterer Notfallkran aus Leipzig mit einer Tragkraft von 75 Tonnen steht auf Abruf bereit.

Zunächst sollen jedoch Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW) mit schwerem Schneidegerät versuchen, die Triebköpfe auseinanderzuschneiden und danach die Züge voneinander zu trennen.

Lesen Sie auch: Bad Aibling - Das Gleis in den Tod

 

+++ "Knochenbrüche, innere Verletzungen, alles" +++

 

Unterdessen hat sich einer der behandelnden Ärzte zu den Folgen des Zugunglücks geäußert. Er sprach über die Art der Verletzungen der Opfer: "Es war das ganze Spektrum vorhanden, Knochenbrüche, innere Verletzungen, alles." Auch schwere Schädel-Hirn-Traumata seien bei solch schweren Unfällen üblich.

Generell gelte mit Blick auf die Dauer des Krankenhausaufenthaltes bei vergleichbaren Verletzungen: "Zwei Wochen aufwärts, da ist aber keine Grenze gesetzt - je nach Verlauf."

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