Bentele tritt als bayerische VdK-Vorsitzende zurück
Nach einem lange schwelenden Machtkampf gibt Verena Bentele ihr Amt als Vorsitzende des Sozialverbands VdK Bayern auf. Sie und Schatzmeister Konrad Gritschneder treten zum 30. Juni zurück, teilte ein VdK-Sprecher mit. Als bundesweite Präsidentin will Bentele demnach im Amt bleiben.
Bentele ließ über eine Sprecherin wenige Minuten später eine Mitteilung mit gleichem Wortlaut verbreiten. Innerhalb des bayerischen Verbandes habe es Meinungsverschiedenheiten über die Führung und zukünftige Ausrichtung gegeben, hieß es weiter in der Mitteilung: "Die Landesvorsitzende Verena Bentele und der Landesschatzmeister Konrad Gritschneder hatten Vorstellungen von einer modernen Verbandsstruktur, die von den übrigen acht Vorstandsmitgliedern nicht mitgetragen wurden."
Die wegen dieser "Auseinandersetzung erhobenen Vorwürfe und Missverständnisse" seien aber vollständig geklärt und abgeräumt worden. "Sowohl Verena Bentele und Konrad Gritschneder als auch die übrigen acht Vorstände bedauern, dass es zu öffentlichen Diskussionen darüber gekommen ist."
Ende Mai war bekannt geworden, dass die übrigen Mitglieder des Landesvorstands den Landesausschuss gebeten hatten, ein Verfahren zur Abberufung Benteles und des Schatzmeisters aus dem Landesvorstand einzuleiten.
Seit 2018 Präsidentin
Bentele ist bereits seit 2018 Präsidentin des VdK Deutschlands und seit 2023 auch Vorsitzende des VdK Bayern - der mit seinen rund 850.000 Mitgliedern wiederum der größte Landesverband des VdK ist.
In einem internen Schreiben war Bentele vorgeworfen worden, den VdK zu einem Zentralverband unter ihrer Führung umstrukturieren zu wollen. Hinzu kämen weitere Unstimmigkeiten. Als Reaktion auf die öffentlich gemachten Vorwürfe meldete sich auch Bentele zu Wort. Sie habe 2023 auf ausdrücklichen Wunsch des Vorstands für den Vorsitz in Bayern kandidiert.
Ihr Ziel sei es von Beginn an gewesen, den Verband stärker in der Öffentlichkeit zu positionieren und seine sozialpolitische Wirkung für die Vertretung der Interessen der Mitglieder auszubauen. Dabei habe für sie ein moderner Führungsansatz im Mittelpunkt gestanden, der der Größe und Verantwortung des Verbandes gerecht werde.
Der Sozialverband VdK versteht sich als Anwalt sozial benachteiligter Menschen und kämpft für soziale Gerechtigkeit. Er sieht sich als Lobby für Rentner, Menschen mit Behinderung, chronisch Kranke und Pflegebedürftige sowie Familien, ältere Arbeitnehmer und Arbeitslose. Mit bundesweit über 2,3 Millionen Mitgliedern ist der VdK der größte Sozialverband Deutschlands.
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