Bekümmerte Brauer sehen keine Trendwende

München (dpa/lby) - Die Braubranche sieht auch nach gestiegenem Absatz im Jahr 2018 keine Rückkehr zu alten bierseligen Zeiten. Bundesweit sei der Bierabsatz im vergangenen Jahr trotz Fußball-WM und guten Wetters nur um 458 000 Hektoliter gestiegen, sagte Georg Schneider, Präsident des Bayerischen Brauerbunds, am Mittwoch in München.
| dpa
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München (dpa/lby) - Die Braubranche sieht auch nach gestiegenem Absatz im Jahr 2018 keine Rückkehr zu alten bierseligen Zeiten. Bundesweit sei der Bierabsatz im vergangenen Jahr trotz Fußball-WM und guten Wetters nur um 458 000 Hektoliter gestiegen, sagte Georg Schneider, Präsident des Bayerischen Brauerbunds, am Mittwoch in München. Das entspricht einem Plus von einem halben Prozent oder gut 90 Millionen 0,5-Liter-Flaschen. Übertragen auf die deutsche Bevölkerung ist das ein bescheidener Anstieg des Pro-Kopf-Konsums von etwas mehr als einer Halben im ganzen Jahr, wie der Chef der Münchner Schneider Weisse Brauerei vorrechnete.

Bei einem heißen Sommer wie im vergangenen Jahr hätte das eigentlich der Anstieg eines einzigen Tages sein sollen. "Wir denken, dass wir strukturell mit einem sinkenden Bierabsatz in Deutschland rechnen müssen." Die nach wie vor vom Mittelstand geprägten bayerischen Brauer aber schlagen sich nach den Zahlen des Verbands gut und haben ihre Marktposition sogar ausgebaut. Der Absatz der bayerischen Brauereien stieg 2018 überdurchschnittlich um 3,1 Prozent auf 24,6 Millionen Hektoliter - das entspricht einem Zuwachs von 74 Millionen Maß. Der Brauerbund empfiehlt seinen Mitgliedern, nicht auf billiges Massenbier, sondern auf Qualität zu setzen. "Weg vom Mengendenken hin zu Wertschöpfungsdenken", sagte Schneider dazu.

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