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Nach Sperrung: Verdächtiger Gegenstand auf bayerischer Autobahn gesprengt

Bei einer Verkehrskontrolle auf der A3 wurden "sprengstoffverdächtige Gegenstände" entdeckt. Die Polizei sperrte die Autobahn und nahm zwei Personen vorläufig fest - am frühen Morgen entschied man sich zur Sprengung.
von  AZ/ dpa
Auch am Morgen ist die A3 noch gesperrt.
Auch am Morgen ist die A3 noch gesperrt. © Armin Weigel/dpa

Nach dem Fund verdächtiger Gegenstände in einem Auto auf der Autobahn 3 in der Oberpfalz haben Ermittler einen Gegenstand gesprengt. Es habe sich vermutlich um Sprengstoff gehandelt, sagte ein Sprecher des bayerischen Landeskriminalamts (LKA). Der Gegenstand sei nicht sicher genug gewesen, um ihn zu transportieren. Daher hätten sich die Ermittler zu diesem Schritt entschieden. Die Autobahn bleibt aktuell weiter gesperrt.

Die A3 war in der Nacht wegen Verdachts auf Sprengstoff bei Wiesent (Landkreis Regensburg) großräumig gesperrt worden. Auslöser war laut Polizei die Kontrolle eines Wagens, eine Frau und ein Mann im Auto wurden vorläufig festgenommen. Die Hintergründe des Vorfalls blieben zunächst unklar. Der LKA-Sprecher ging jedoch zunächst davon aus, dass es sich nicht um ein Verfahren im Bereich des Staatsschutzes handelt. 

Das Landeskriminalamt übernahm dennoch die Ermittlungen zu dem Vorfall. Die Teile des gesprengten Gegenstands sollen dort von Experten unter die Lupe genommen werden.

Was wir wissen: 

• Die Verkehrskontrolle fand heute, am Freitag, 30. Januar, gegen 2.00 Uhr auf der Autobahn 3 im Bereich der Anschlussstelle Wiesent/Wörth an der Donau statt. Dabei wurden sprengstoffverdächtige Gegenstände entdeckt und sichergestellt.
• Die Fahrerin und ihr Beifahrer wurden vorläufig festgenommen.
• Die A3 wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt: in Fahrtrichtung Passau zwischen Rosenhof und Wiesent, in Fahrtrichtung Nürnberg ab Tiefenthal. Später wurde der Verkehr Richtung Passau an der Anschlussstelle Rosenhof und Richtung Nürnberg an der Anschlussstelle Kirchroth ausgeleitet. Es bildeten sich lange Staus.
• Spezialisten des bayerischen Landeskriminalamts unterstützen die Maßnahmen vor Ort.
• Starke Einsatzkräfte der Polizei sichern den Ereignisort weiträumig ab.

Was wir nicht wissen: 

• Ob es sich bei den aufgefundenen Gegenständen tatsächlich um funktionsfähigen Sprengstoff handelt.
• Der Hintergrund des Fundes ist unklar: Es liegen keine Hinweise vor, ob ein terroristischer Zusammenhang besteht oder ob andere Motive eine Rolle spielen.
• Zu den Identitäten, Absichten und möglichen Hintergründen der beiden Festgenommenen gibt es keine bestätigten Informationen.
• Unklar ist, wie lange die Vollsperrung der Autobahn noch dauern wird und wie die weiteren Maßnahmen der Behörden aussehen.

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