Bei Neuschwanstein: Vermisstensuche über fünf Ecken

Eine ungewöhnliche Form des Notrufes hat eine US-Bürgerin gewählt, die sich am Samstag bei einbrechender Dunkelheit in einem Waldstück zwischen Neuschwanstein und Füssen verlaufen hatte.
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Die Wälder um Schloss Neuschwanstein.
dpa Die Wälder um Schloss Neuschwanstein.

München - Sie hatte völlig die Orientierung verloren - und konnte wohl auch keinen klaren Gedanken mehr fassen: Eine US-Bürgerin ist am Samstag zu Fuß in einem Waldstück zwischen Neuschwanstein und Füssen unterwegs gewesen, als sie von der einbrechenden Dunkelheit überrascht wurde und in aufkommender Panik Hilfe holen wollte.

Ihr "Notruf" nahm dann einen kuriosen Weg: In ihrer Verzweiflung rief sie nämlich erst einmal eine Bekannte in den USA an und erzählte ihr, dass sie sich verlaufen habe. Ihre Freundin wiederum verständigte daraufhin eine Verwandte in München. Erst dann ging die Mitteilung der Münchnerin in der Integrierten Leitstelle München ein.

In Zusammenarbeit mit Polizeibeamten, die mit der aufgelösten Amerikanerin telefonierten, konnte über eine Handyortung der Standort der Frau ermittelt werden.

Die Leitstelle München informierte über eine Konferenzschaltung die Leitstelle Allgäu über den Aufenthaltsort, und eine ebenfalls alarmierte Einheit der Bergwacht fand die Frau dann unverletzt in der Nähe der Bleckenau Hütte in den Allgäuer Bergen. Sie wurde vorsorglich von einer Besatzung eines Rettungswagens untersucht.

 

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