Befristete Umsatzsteuersenkung: Experten bezweifeln Wirkung

München (dpa/lby) - Ifo-Präsident Clemens Fuest hat die bis Juni 2021 befristete Senkung des Umsatzsteuersatzes in der Gastronomie kritisiert. "Diese Maßnahme wirkt nicht bei Betrieben, die keine Umsätze machen, weil sie geschlossen sind", sagte er am Donnerstag in München.
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Clemens Fuest, Präsident des Ifo-Instituts. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild
dpa Clemens Fuest, Präsident des Ifo-Instituts. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild

München (dpa/lby) - Ifo-Präsident Clemens Fuest hat die bis Juni 2021 befristete Senkung des Umsatzsteuersatzes in der Gastronomie kritisiert. "Diese Maßnahme wirkt nicht bei Betrieben, die keine Umsätze machen, weil sie geschlossen sind", sagte er am Donnerstag in München. "Große Gastronomieketten brauchen diese Steuersenkungen nicht, sondern eher Überbrückungskredite".

Burkhard von Freyberg, Tourismus-Professor an der Hochschule München, sagte, eine langfristige Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent würde den Gasthäusern helfen zu investieren. Aber nur für ein paar Monate sei das nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

"Viele Gastronomiebetriebe werden insolvent gehen", sagte Freyberg. Der Fachkräftemangel in der Branche dürfte nachlassen: Wer gut aus der Krise komme, werde leichter Mitarbeiter finden. Die Preise für die Gäste müssten tendenziell steigen, weil die Wirte wegen der Abstandsregeln weniger Gäste haben dürften. Auch deshalb sei eine langfristig niedrigere Umsatzsteuer dringend notwendig. Wirte sollten die Zeit jetzt nutzen, ihr Konzept zu überdenken, ihre Positionierung, ihr Online-Marketing. Mancher gehe bereits ganz neue Wege, etwa mit To-Go-Geschäft.

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