Bedford-Strohm: Gottesdienst-Absage "tut einfach weh"

München (dpa/lby) - Das Verbot von Gottesdiensten ausgerechnet in der Fasten- und Osterzeit schmerzt den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm. "Wir erleben eine Situation, die wir so noch nie hatten.
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Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD. Foto: Nicolas Armer/dpa/Archivbild
dpa Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD. Foto: Nicolas Armer/dpa/Archivbild

München (dpa/lby) - Das Verbot von Gottesdiensten ausgerechnet in der Fasten- und Osterzeit schmerzt den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm. "Wir erleben eine Situation, die wir so noch nie hatten. Es tut erstmal einfach weh, weil die Kraftquelle, die ein solcher Gottesdienst für uns bedeutet, nicht mehr zugänglich ist", sagte der bayerische Landesbischof im Interview der Deutschen Presse-Agentur kurz vor seinem 60. Geburtstag am Montag (30. März).

"Wir müssen damit rechnen, dass um Ostern herum die Zahl der Corona-Toten deutlich gestiegen sein wird. In dieser Situation deutlich zu machen, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, das ist die Aufgabe unserer Osterpredigten."

Die rasante Ausbreitung des Coronavirus und die damit verbundenen Einschränkungen und Gottesdienst-Verbote seien für die Kirche "gravierend". "Das haben wir in der Geschichte der Kirche so noch nie erlebt." Zur Absage sieht Bedford-Strohm allerdings keine Alternative: "Wenn wir - wie die Fachleute sagen - durch die Absage der Gottesdienste Leben retten können, darf die Kirche das nicht sabotieren."

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