Beckstein tritt zurück – jetzt kommt Söder!

Ministerpräsident Günther Beckstein will die Leitung des CSU-Bezirksverbandes Nürnberg-Fürth-Schwabach abgeben. Markus Söder, der Europaminister, will Vorsitzender des CSU-Bezirks werden. „Er ist der richtige Mann für dieses Amt“, meinen Parteikollegen.
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Wittert seine Chance: Markus Söder soll CSU-Bezirks-Chef werden.
dpa Wittert seine Chance: Markus Söder soll CSU-Bezirks-Chef werden.

Ministerpräsident Günther Beckstein will die Leitung des CSU-Bezirksverbandes Nürnberg-Fürth-Schwabach abgeben. Markus Söder, der Europaminister, will Vorsitzender des CSU-Bezirks werden. „Er ist der richtige Mann für dieses Amt“, meinen Parteikollegen.

NÜRNBERG Dass der bayerische Europaminister Markus Söder nicht am politischen Frühschoppen mit seiner Kollegin Emilia Müller vom Wirtschaftsressort im Nürnberger „Bratwursthäusle“ teilgenommen hat, hatte womöglich mit einer Terminkollision zu tun. Schließlich stand zeitgleich ein anderer politischer Frühschoppen zur bayerischen Finanzpolitik an – Staatssekretär Georg Fahrenschon hatte ins Sportheim Laufamholz gebeten, Thema: „Solide Finanzen – Starkes Wachstum – Chancen für alle“.

Vielleicht lag’s aber auch daran, dass sich Söder derzeit auf kommende Aufgaben vorbereitet: Ministerpräsident Günther Beckstein will die Leitung des CSU-Bezirksverbandes Nürnberg-Fürth-Schwabach abgeben. Er werde das Amt beim Bezirkstag am 7. Juni zur Verfügung stellen, teilte Beckstein am Samstag mit. Um deutlich zu machen, „dass ich mich mit voller Kraft ausschließlich der Aufgabe des Ministerpräsidenten für ganz Bayern widme“, begründete der fränkische Ober-Bayer seine Entscheidung, den Bezirksvorsitz nach 17 Jahren abzugeben.

Kein zu starker Franken-Focus

„Beckstein will gar nicht erst den Eindruck aufkommen lassen, sich als bayerischer Ministerpräsident zu stark auf seine fränkische Heimat zu konzentrieren“, sagte der stellvertretende CSU-Chef Ingo Friedrich. Auch Michael Frieser, Fraktionsvorsitzender der Nürnberger Stadtrats-CSU, bedauerte zwar Becksteins Entscheidung, weiß aber: „Er muss auch die anderen Bezirksverbände im Blickfeld haben und kann nur schwer ausschließlich die Interessen eines Verbandes vertreten.“

Indes kündigte Markus Söder seine Bereitschaft an, Beckstein zu beerben: „Der Bezirksverband muss jetzt in größtmöglicher Geschlossenheit auftreten. Wir wollen Günther Beckstein aus Nürnberg Rückenwind für die Landtagswahl geben.“

Seine Nürnberger Parteifreunde freut’s: „Er ist der richtige Mann für dieses Amt“, findet Frieser. Der Europaminister und ehemalige CSU-Generalsekretär habe „die Erfahrung und Durchsetzungskraft, um für den Bezirksverband die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen“.<</p>

b>Steffen Windschall

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