Bayreuth ohne Festspiele: Aber mit Konzert

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten beginnen heute auf dem Grünen Hügel von Bayreuth keine Richard-Wagner-Festspiele. Die Corona-Pandemie hat Deutschlands bekanntestem Opern-Festival einen Strich durch die Rechnung gemacht.
| dpa
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Bayreuth - Zum ersten Mal seit Jahrzehnten beginnen heute auf dem Grünen Hügel von Bayreuth keine Richard-Wagner-Festspiele. Die Corona-Pandemie hat Deutschlands bekanntestem Opern-Festival einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Doch ganz ohne den Meister müssen die Wagnerianer auch in diesem Jahr nicht auskommen. In der Villa Wahnfried, dem früheren Wohnhaus Richard Wagners, veranstalten die Festspiele am Samstag (16.00 Uhr) ein Konzert mit den Bayreuther Sängerstars Camilla Nylund und Klaus Florian Vogt, das von Musikdirektor Christian Thielemann dirigiert wird und live auf BR-Klassik übertragen werden soll.

Außerdem gibt der dänische Komponist und Performance-Künstler Simon Steen-Andersen mit seiner Video-Produktion "The Loop of the Nibelung" ganz neue Einblicke in das Festspielhaus. Sie soll vom 28. Juli an unter anderem auf der Homepage der Bayreuther Festspiele zu sehen sein. BR und Festspiele kündigten eine "audiovisuelle Erkundung des mythischen Bayreuther Festspielhauses und des Werks von Wagner" an.

Für das kommende Jahr geht der kommissarische Geschäftsführer der Festspiele, Heinz-Dieter Sense, trotz der Corona-Pandemie von einer "normalen" Spielzeit 2021 aus. "Ich rechne damit, dass wir im nächsten Jahr wieder normale Festspiele haben", sagte er dem "Nordbayerischen Kurier" (Samstagsausgabe). Zu Abstandsvorschriften für Musiker im Orchestergraben sagte er: "Dieses Problem wird sich nächstes Jahr nicht mehr stellen."

Der 81 Jahre alte Sense ersetzt derzeit Festspielchefin Katharina Wagner, die schwer erkrankt ist und ihre Arbeit voraussichtlich erst im Herbst wieder aufnehmen wird.

Nach Angaben von Senses Co-Geschäftsführer Holger von Berg sind die finanziellen Einbußen massiv. Wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte, gingen durch die Absage in diesem Jahr Einnahmen von 15 Millionen Euro verloren.

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