Bayerns Umweltminister: Artenschutz geht nur gemeinsam

München (dpa/lby) - Das erfolgreiche Volksbegehren zum Schutz der Artenvielfalt erhöht nach Ansicht von Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) den Druck auf mehr Artenschutz auch in den Städten und Gemeinden. "Es bedeutet eine Verpflichtung für die Kommunen, nicht nur für die Landwirte", sagte er am Donnerstag in München.
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Markus Söder (r, CSU), Ministerpräsident von Bayern, steht neben Thorsten Glauber (Freie Wähler), Umweltminister. Foto: Peter Kneffel
dpa Markus Söder (r, CSU), Ministerpräsident von Bayern, steht neben Thorsten Glauber (Freie Wähler), Umweltminister. Foto: Peter Kneffel

München (dpa/lby) - Das erfolgreiche Volksbegehren zum Schutz der Artenvielfalt erhöht nach Ansicht von Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) den Druck auf mehr Artenschutz auch in den Städten und Gemeinden. "Es bedeutet eine Verpflichtung für die Kommunen, nicht nur für die Landwirte", sagte er am Donnerstag in München. Die Kommunen besäßen - genau wie die Bistümer in Bayern - viel Land und müssten ihren Anteil zum Artenschutz beitragen.

"Die Bauern können das nicht alleine umsetzen. Alle sind gefragt, jeder in seinem eigenen Garten", betonte Glauber. Auch hier gehe es beispielsweise darum, den Gifteinsatz zu verringern. Angesichts der hohen Beteiligung sei er absolut optimistisch, dass der für die kommende Woche angesetzte Runde Tisch am Ende zu einem "Volksbegehren plus" führen werde. Ziel solle sein, durch ein in die Zukunft gewandtes Naturschutzgesetz dem Artensterben entgegenzuwirken.

In einigen Bereichen müssten Inhalte nachgeschärft und Dinge zur Verpflichtung werden, sagte Glauber. Als Beispiel dafür nannte er die Gewässerrandstreifen. "Das ist ein ganz klares Muss. Es kann nicht sein, dass Bayern als letztes Bundesland den Gewässerrandstreifen nicht schützt." Dies habe gleich mehrere positive Effekte: Die Biodiversität an den Flüssen werde gestärkt, die Wasserqualität verbessert und der Hochwasserschutz verbessert.

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