Bayerns SPD-Chef Roloff fordert 45 Cent Pendlerpauschale

Die Spritpreise schießen derzeit in die Höhe. Die Rufe nach einer höheren Pendlerpauschale kommen von vielen Seiten - aber ohne konkrete Zahl. Bayerns SPD-Chef nennt nun eine Hausnummer.
dpa |
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Die Pendlerpauschale muss angehoben werden, findet Bayerns SPD-Chef Roloff. Sein Vorschlag sieht eine Erhöhung um 20 Prozent vor. (Archivbild)
Die Pendlerpauschale muss angehoben werden, findet Bayerns SPD-Chef Roloff. Sein Vorschlag sieht eine Erhöhung um 20 Prozent vor. (Archivbild) © Armin Weigel/dpa
München

Bayerns SPD-Chef Sebastian Roloff fordert eine Erhöhung der Pendlerpauschale um auf 45 Cent. "Wer jeden Tag zur Arbeit fährt, braucht jetzt eine Entlastung, mit der er kalkulieren kann", sagte der Bundestagsabgeordnete der Deutschen Presse-Agentur in München. Angelehnt an die deutlichen Preissteigerungen beim Sprit stelle er sich eine Anhebung der Pendlerpauschale um etwa 20 Prozent vor. Zusätzlich solle der Preis des Deutschland-Tickets bis 2027 bei 63 Euro stabilisiert werden, um Pendlerinnen und Pendler nicht zusätzlich zu belasten.

Gegenfinanzierung durch Abschöpfung von Übergewinnen

Wie SPD-Chef Lars Klingbeil will auch Roloff die Kosten durch die Abschöpfung von Übergewinnen bei Mineralölkonzernen. "Die bisherigen Schritte der Bundesregierung gehen in die richtige Richtung – reichen für Bayern aber nicht aus", betonte Roloff, der das Maßnahmenpaket zur Senkung der Spritpreise mitverhandelt hatte. 

Millionen Pendler sind aufs Auto angewiesen

In einem Flächenland wie Bayern seien Millionen Menschen auf ihr Auto angewiesen, so Roloff weiter. "Die Zahl der Pendlerinnen und Pendler steigt seit Jahren." Es brauche eine gezielte Unterstützung, insbesondere für Beschäftigte im ländlichen Raum. "Wenn die Tankrechnungen sich tief ins Monatsbudget fressen, erwarten die Menschen zurecht, dass Politik handelt. Wir müssen dafür sorgen, dass Mobilität bezahlbar bleibt – überall in Bayern."

Klingbeil hatte sich - wie auch CSU-Chef Markus Söder - bereits vor einigen Tagen für eine Erhöhung der Pendlerpauschale ausgesprochen - beide hatten dabei aber keine Zahlen genannt. "Wenn wir die Krisenprofite der Konzerne höher besteuern, dann können wir damit eine Erhöhung der Pendlerpauschale finanzieren", sagte er. Ihm gehe es darum, maßlose Krisenprofite abzuschöpfen und den Bürgerinnen und Bürgern zurückzugeben.

Söder will "substanzielle Erhöhung" rückwirkend ab 1. Januar

Söder hatte sich für eine "substanzielle Erhöhung" rückwirkend ab Jahresbeginn ausgesprochen. Seit dem 1. Januar 2026 beträgt die Pendlerpauschale ab dem 1. Kilometer 38 Cent. Davon profitiert, wer zur Arbeit pendeln muss - und zwar egal, ob mit dem Auto, der Bahn, dem Rad oder zu Fuß.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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