Bayerns Frösche und Kröten starten gefährliche Wanderungen

Niedrige grüne Zäune an Straßen erinnern jedes Jahr in Bayern an die große Amphibienwanderung des Jahres. Die Tiere suchen ihre Laichgewässer und sind sich dabei nicht der tödlichen Risiken bewusst.
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Das mildere Wetter animiert vielerorts in Bayern Frösche und Kröten zu ihren alljährlichen Wanderungen. (Archivbild)
Das mildere Wetter animiert vielerorts in Bayern Frösche und Kröten zu ihren alljährlichen Wanderungen. (Archivbild) © Pia Bayer/dpa
München

Das deutlich mildere Wetter lässt vielerorts in Bayern die ersten Amphibien auf Wanderschaft gehen. Um die Amphibien vor dem Straßentod zu schützen, helfen insgesamt 6.000 Freiwillige und retten jährlich mehr als 500.000 Amphibien, wie der Bund Naturschutz (BN) in München mitteilte. Auch Mitglieder anderer Tierschutzvereine wie der Landesbund für Vogel- und Naturschutz beteiligen sich an der bayernweiten Rettungsaktion.

Vor allem in der Dämmerung große Gefahr

Vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung sowie in den Nachtstunden sind die Amphibien unterwegs und laufen Gefahr, massenhaft überfahren zu werden. Denn auf dem Weg zu ihren Laichgewässern müssen sie oftmals Straßen überqueren. Überall in Bayern werden deshalb Amphibienzäune aufgebaut. Bis Mitte April muss man mit wandernden Amphibien rechnen.

"In den letzten Jahren kommen von unseren Aktiven aus ganz Bayern alarmierende Signale. An den meisten Übergängen werden selbst Allerweltsarten wie Erdkröte und Grasfrosch weniger. Wir hoffen sehr, dass sich der Trend dieses Jahr nicht weiter fortsetzt", sagte BN-Amphibienexperte Andreas Zahn. 

Nachttemperaturen von mindestens sechs Grad und Regen seien der Startschuss für die alljährliche Wanderung der Amphibien in Bayern zu ihren Laichgewässern, betonte der LBV. Zu den wandernden Amphibien zählen Teichmolche, Springfrösche und Erdkröten - für ihren Schutz würden landesweit helfende Hände gesucht. Insbesondere die Kontrolle der Zäune und der Transport der Tiere über die Straße erfordert Zeit und Personal. 

Bitte um Rücksicht von Autofahrern

Der BN hofft zudem auf besondere Vorsicht und Rücksichtnahme von allen Autofahrern in den kommenden Wochen. "Jeder sollte sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten und sein Fahrtempo freiwillig auf Straßen reduzieren, die an Teichen oder Feuchtgebieten vorbeiführen. Nicht nur wegen der Lurche, sondern auch für die Helferinnen und Helfer, die am Straßenrand Tiere einsammeln", sagte Zahn.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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