Bayerns Aidstest per Post soll ausgeweitet werden

In Bayern ist es seit einem dreiviertel Jahr möglich, Blutabnahme und Abstrich per Post ins Labor schicken zu können, um sich so auf Aids und Geschlechtskrankheiten testen lassen zu können. Nun soll das Projekt erweitert werden.
| AZ/dpa
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Ein junger Mann führt einen HIV-Heimtest durch.
Britta Pedersen/ZB/dpa Ein junger Mann führt einen HIV-Heimtest durch.

In Bayern ist es seit einem dreiviertel Jahr möglich, Blutabnahme und Abstrich per Post ins Labor zu schicken, um sich so auf HIV und Geschlechtskrankheiten testen lassen zu können. Nun soll das Projekt erweitert werden.

München - Seit einem dreiviertel Jahr wird im Freistaat ein Heimtest-System für Aids und Geschlechtskrankheiten erprobt. Dabei können Blutabnahme und Abstrich von zuhause aus per Post ins Labor geschickt werden.

Bisher haben sich mehr als 300 Nutzer an dem Pilotprojekt beteiligt, wie die Deutsche Aids-Hilfe am Mittwoch mitteilte. Deshalb soll es das Testpaket in Bayern auch in Zukunft geben und auf andere Regionen Deutschlands ausgeweitet werden.

80 Prozent der Nutzer schließen Abo ab

Das Angebot helfe, schnell und diskret Infektionen aufzudecken und neue Zielgruppen anzusprechen: 51 Prozent der Kunden hätten angegeben, sich gar nicht oder unregelmäßig testen zu lassen, 80 Prozent hätten sogar ein Abo für das Testpaket abgeschlossen.

Nach einer Online-Anmeldung und einem persönlichen Beratungsgespräch können sich Interessierte für ein Paket alle drei, sechs oder zwölf Monate entscheiden. Dieses enthält Tests auf HIV, Syphilis, Chlamydien und Gonokokken. Nach der Auswertung der selbst entnommenen Probe wird der Kunde per SMS informiert - und bei einer Infektion um Rückruf gebeten.

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