Bayern stehen weitere heiße Tage bevor

Das Schwitzen geht weiter. Während die einen jetzt erst das richtige Summer-Feeling bekommen, stöhnen andere schon längst unter den Temperaturen. Die Hitze gefährdet inzwischen auch viele Hektar Wald. Ein Ende ist noch nicht in Sicht.
| dpa
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Badegäste schwimmen im Freibad Aquatherm in Straubing im Wasser. Foto: Armin Weigel
dpa Badegäste schwimmen im Freibad Aquatherm in Straubing im Wasser. Foto: Armin Weigel

München (lby/dpa) - Es ist und bleibt richtig heiß in Bayern. Nach einer kaum spürbaren Abkühlung am Donnerstag und Freitag werden erneut Temperaturen von teils deutlich mehr als 30 Grad erwartet. "Am Wochenende haben wir wieder sehr viel Sonnenschein, und es wird wieder zunehmend heiß", sagte ein Experte des Deutschen Wetter-Dienstes (DWD) am Donnerstag. Reichten die Temperaturen am Samstag in der Spitze noch von 28 bis 35 Grad, so werden am Sonntag überall in Bayern mindestens 30 Grad erwartet - an den heißesten Orten dürfte das Thermometer sogar erneut 38 Grad anzeigen.

38,1 Grad ist auch die bisherige Höchsttemperatur in der aktuellen Hitzewelle: Dieser Wert wurde am Mittwoch im mittelfränkischen Möhrendorf-Kleinseebach (Landkreis Erlangen-Höchstadt) gemessen. In Kitzingen, dem aktuellen deutschlandweiten Rekordhalter, waren es 37 Grad, in München gut 34, und selbst am Hohenpeißenberg auf knapp 1000 Meter Höhe wurden noch 31 Grad gemessen. "Das ist schon gewaltig", urteilte der Experte.

Mit der Hitze steigt auch die Waldbrandgefahr im Freistaat. Am Sonntag erwartet der DWD, dass der Waldbrand-Gefahrenindex in Nordbayern auf die fünfte und somit höchste Warnstufe steigen wird. Auch einige kleinere Regionen in Oberbayern sind sehr stark gefährdet. Nach der Regierung von Oberfranken kündigte am Donnerstag auch die Regierung von Mittelfranken an, die Wälder am Wochenende von Flugzeugen aus auf mögliche Brände hin absuchen zu lassen. Spaziergänger sollten keinesfalls mit offenem Feuer hantieren, im Wald rauchen oder Autos auf trockenem Gras parken, hieß es.

Auch auf Freizeitsportler wirkt sich die Hitze aus. Aufgrund des Niedrigwassers im Main wurde der für Samstag im Landkreis Lichtenfels geplante Stand-Up-Paddling-Marathon auf September verschoben. Richtig nass werden dürften hingegen viele Jogger: Allein der Laufkalender des Bayerischen Leichtathletik-Verbands listet für das Wochenende 19 Läufe über mehrere Kilometer auf. Auch zwei Halbmarathons sind dabei. Wie die Veranstalter in München mit den Temperaturen umgehen, war zunächst nicht zu erfahren. Den Teilnehmern in Cham jedoch würden zahlreiche Wasserstationen angeboten, auch Sanitäter seien ausreichend an der Strecke, versicherten die Organisatoren vom ASV Cham.

Am Donnerstag gab es zumindest eine kleine Erholung. Bayern wurde von Nordwesten von einer Kaltfront gestreift, die kühlere sowie deutlich trockenere Luft und Wolkenbildung mit sich brachte. "Da können durchaus auch noch kräftigere Gewitter vor allem an den Alpen entstehen", warnte der Meteorologe. "Die können örtlich auch sehr kräftig sein, weil aktuell eine Menge Energie in der Atmosphäre vorhanden ist."

Am Freitag sollte es dann bayernweit sehr sonnig, aber trocken werden, bei Höchstwerten von etwa 25 Grad im Hofer Land und etwa 31 Grad im Raum Regensburg/untere Donau.

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