Bayern-SPD wählt Pronold zum Spitzenkandidaten

Pronold wird die Bayern-SPD im Bundestagswahlkampf 2017 anführen. Auf Platz zwei der Landesliste wählten die Deligierten die Bayreutherin Anette Kramme.
| dpa
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Pronold wird die Bayern-SPD im Bundestagswahlkampf 2017 anführen. Auf Platz zwei der Landesliste wurde die Bayreutherin Anette Kramme gewählt.

Nürnberg - Mit großer Mehrheit entschieden sich die Delegierten bei einem Listenparteitag in Nürnberg am Samstag für den Vorsitzenden der Bayern-SPD, Florian Pronold, als Spitzenkandidat. Für den parlamentarischen Staatssekretär im Bundesbauministerium votierten 89,3 Prozent der 141 Delegierten.

Auf Platz zwei der Landesliste rangiert die Bayreutherin Anette Kramme, sie erhielt 84,9 Prozent der Delegiertenstimmen. Ihr folgt der Nürnberger Bundestagsabgeordnete Martin Burkert, der mit 94,2 Prozent eines der besten Wahlergebnisse erzielte. Die Delegierten folgten damit einem mit den SPD-Bezirksvorsitzenden abgestimmten Listenvorschlag des Landesvorstands.

Bundesarbeitsministerin äußert sich zu Erhöhung des Renteneintritts

Darüber hinaus hat Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles sich zu den Forderungen von Union und Wirtschaftsverbänden nach einer Erhöhung des Renteneintrittsalters geäußert - und ihnen eine Absage erteilt. "Das ist Quatsch, das machen wir nicht mit", sagte Nahles in Nürnberg.

"Wer so etwas fordert, hat noch nie einen Betrieb von innen gesehen und noch nie einem älteren Arbeitnehmer nach der Nachtschicht die Hand gegeben", sagte Nahles. Eine Erhöhung des Renteneintrittsalters sei nichts anderes als eine versteckte Rentenkürzung.

Vor allem Selbständige trifft Altersarmut

Zugleich warnte die Ministerin vor einer Überschätzung des Themas Altersarmut. Armut habe eher ein junges Gesicht, sagte Nahles. "Zwei Prozent der älteren Menschen seien in der Grundsicherung. Dagegen liege der Anteil von Kindern bei 14 Prozent", erklärte Nahles.

Dennoch werde es einige gesellschaftliche Gruppen geben, die in gut zehn Jahren mit Altersarmut konfrontiert sein würden. Als Beispiel nannte sie Selbstständige. Um zu verhindern, dass diese später auf staatliche Hilfe angewiesen seien, sei es wichtig, sie in die gesetzliche Rentenversicherung aufzunehmen.

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