Bayern für 180 sozialversicherungsfreie Tage für Erntehelfer

München/Saarbrücken (dpa/lby) - Ausländische Erntehelfer sollten nach der Ansicht von Bayern wegen der Corona-Krise 65 Tage mehr sozialversicherungsfrei beschäftigt werden dürfen. "Ich werde mich auf der Agrarministerkonferenz für eine Ausweitung der 115-Tage-Regelung auf 180 Tage einsetzen", sagte Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) am Mittwoch im Landwirtschaftsausschuss des bayerischen Landtags.
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Michaela Kaniber (CSU) hält eine Kiste mit Spargel in der Hand. Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild
dpa Michaela Kaniber (CSU) hält eine Kiste mit Spargel in der Hand. Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild

München/Saarbrücken (dpa/lby) - Ausländische Erntehelfer sollten nach der Ansicht von Bayern wegen der Corona-Krise 65 Tage mehr sozialversicherungsfrei beschäftigt werden dürfen. "Ich werde mich auf der Agrarministerkonferenz für eine Ausweitung der 115-Tage-Regelung auf 180 Tage einsetzen", sagte Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) am Mittwoch im Landwirtschaftsausschuss des bayerischen Landtags. Trotz der großen Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung sei der Bedarf an osteuropäischen Saisonarbeitskräften weiterhin groß.

Wegen der Corona-Krise dürfen Saisonarbeiter in diesem Jahr bis Ende Oktober in Deutschland für bis zu 115 Tage sozialversicherungsfrei beschäftigt werden. Zuvor war das nur für bis zu 70 Tage möglich. Die Agrarministerkonferenz von Bund und Ländern findet vom 6. bis 8. Mai in Saarbrücken statt. Das Saarland hat in diesem Jahr den Vorsitz der Konferenz inne.

Kaniber: Die Reiseerleichterungen für Erntehelfer, die auch auf Druck Bayerns für 80 000 Saisonarbeitskräfte für April und Mai erreicht wurden, seien für die Landwirte eine große Hilfe. "Aber die Betriebe brauchen Planungssicherheit für die Zeit ab Juni."

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