Bayern fordert härtere Strafen für Heranwachsende

München (dpa/lby) - Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU) fordert härtere Strafen für heranwachsende Täter im Alter von 18 bis 21 Jahren. "Wer 18 ist, hat alle Rechte, aber auch alle Pflichten", sagte er am Mittwoch in München bei der Vorstellung der bayerischen Strafverfolgungsstatistik für das Jahr 2018.
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Eisenreich fordert härtere Strafen für Heranwachsende. Foto: Jennifer Weese/dpa
dpa Eisenreich fordert härtere Strafen für Heranwachsende. Foto: Jennifer Weese/dpa

München (dpa/lby) - Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU) fordert härtere Strafen für heranwachsende Täter im Alter von 18 bis 21 Jahren. "Wer 18 ist, hat alle Rechte, aber auch alle Pflichten", sagte er am Mittwoch in München bei der Vorstellung der bayerischen Strafverfolgungsstatistik für das Jahr 2018. Die Gesetzgebung sehe eigentlich vor, dass Menschen zwischen 18 und 21 in der Regel nach Erwachsenenstrafrecht und nur in Ausnahmefällen nach Jugendstrafrecht verurteilt werden. In der Praxis sei das aber genau umgekehrt.

Rund 72 Prozent der heranwachsenden Straftäter seien im vergangenen Jahr in Bayern nach Jugendstrafrecht verurteilt worden und nur 28 Prozent nach Erwachsenenstrafrecht. Nach Jugendstrafrecht sind deutlich mildere Strafen möglich. Hier sei eine Konkretisierung der Gesetzgebung notwendig, sagte Eisenreich - mit einer "Klarstellung, dass bei Heranwachsenden die Anwendung von Erwachsenenstrafrecht die Regel" sein müsse.

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