Bayerischer Mittelstand: Noch überwiegt die Zuversicht

München (dpa/lby) - Bayerns Mittelstand zeigt sich angesichts der Konjunkturabkühlung von seiner robusten Seite. Zwar hat sich die Stimmung verschlechtert, doch noch überwiegt der Optimismus, und auch für Beschäftigung gibt es positive Signale, wie eine am Freitag veröffentlichte Umfrage des Beratungsunternehmens EY zeigt.
| dpa
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München (dpa/lby) - Bayerns Mittelstand zeigt sich angesichts der Konjunkturabkühlung von seiner robusten Seite. Zwar hat sich die Stimmung verschlechtert, doch noch überwiegt der Optimismus, und auch für Beschäftigung gibt es positive Signale, wie eine am Freitag veröffentlichte Umfrage des Beratungsunternehmens EY zeigt. "Die Stimmung in weiten Teilen des bayerischen Mittelstands ist trotz der schwierigen Wirtschaftslage bemerkenswert gut", sagt Hubert Barth, Vorsitzender der Geschäftsführung von EY Deutschland.

So sank der Anteil der Unternehmen, die ihre Geschäftslage uneingeschränkt als gut bezeichnen, zwar binnen Jahresfrist von 75 auf 62 Prozent, das ist aber immer noch besser als der Bundesschnitt. Uneingeschränkt schlecht findet die Lage zudem nur ein Prozent. Die Geschäftsaussichten haben sich ebenfalls etwas eingetrübt, mit 48 zu 6 Prozent sind aber auch hier die Optimisten, die von einer Verbesserung in den kommenen sechs Monaten ausgehen, klar in der Überzahl.

Das schlägt sich auch bei Beschäftigung und Investitionsbereitschaft nieder: 26 Prozent der befragten Betriebe wollen in den kommenden sechs Monaten verstärkt investieren, nur 9 Prozent auf die Bremse treten. 21 Prozent wollen zudem neue Stellen schaffen - das ist im Vergleich zum Vorjahr (37 Prozent) zwar fast eine Halbierung, doch einen Abbau planen nur sieben Prozent.

"In einigen Branchen - vor allem in der Autobranche und dem Maschinenbau - haben die Unternehmen in den Krisenmodus umgeschaltet", sagt Michael Marbler, Partner bei EY. "Bei der Mehrzahl der übrigen Unternehmen laufen die Geschäfte aber nach wie vor gut bis sehr gut."

Als größte Gefahren für die Entwicklung des eigenen Unternehmens sehen die bayerischen Mittelständler zudem nicht die Konjunkturabkühlung. Sie liegt in der Befragung nur auf Rang drei hinter zunehmendem Wettbewerb und Fachkräftemangel.

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