Bayerischer Buchpreis für Kleinstadtepos "Die Lücken"

Zwei Buchpreise in kurzer Folge: Shida Bazyar wurde für "Die Lücken" bereits ausgezeichnet. Nun gab es eine weitere Ehrung. Was die Jury über ihren Roman sagt und wer sonst noch gewonnen hat.
dpa |
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Shida Bazyar hat den Bayerischen Buchpreis 2026 gewonnen. (Archivbild)
Shida Bazyar hat den Bayerischen Buchpreis 2026 gewonnen. (Archivbild) © Harald Tittel/dpa
München

Die Autorin Shida Bazyar ist für ihren Roman "Die Lücken" mit dem Bayerischen Buchpreis ausgezeichnet worden. Ihr Werk sei eine Provinzgeschichte mit Weltgeltung und erzähle das Epos einer deutschen Kleinstadt vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart, hieß es von der Jury. Anfang Oktober hatte Bazyar bereits den Deutschen Buchpreis erhalten. 

In der Kategorie Sachbuch gewann die Historikerin Susanne Heim für "Die Abschottung der Welt - Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen 1933-1945". 

Unterhaltsamer Blick nach Großbritannien

Die Gewinner des Bayerischen Buchpreises wurden wie jedes Jahr während einer öffentlichen Jurysitzung live auf der Bühne in München ermittelt. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert. Insgesamt waren drei Belletristik-Werke und drei Sachbücher nominiert.

Der Bayern 2-Publikumspreis ging an die langjährige ARD-Korrespondentin Annette Dittert für "Dear Britain", ihren unterhaltsamen, aber auch politisch-analytischen Blick in ihre Wahlheimat Großbritannien. 

Prägender Blick auf Zeitgeschichte

Bereits zuvor bekannt war der Träger des Ehrenpreises. Die Würdigung ging dieses Jahr an den Journalisten und Autoren Stefan Aust ("Der Baader-Meinhof-Komplex"). Aust zähle zu den Autoren, "die mit ihren Büchern den öffentlichen Blick auf die Zeitgeschichte geprägt haben", hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) den ehemaligen Chefredakteur des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" vorab gewürdigt. Ehrenpreisträger des vergangenen Jahres war der Schauspieler und Autor Hape Kerkeling. 

Der Landesverband Bayern des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergibt den Bayerischen Buchpreis mit Unterstützung der Bayerischen Staatskanzlei. Ausgezeichnet werden jedes Jahr die besten deutschsprachigen Neuerscheinungen in den Kategorien Sachbuch und Belletristik. Mit dem Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten würdigt der Freistaat Bayern ein herausragendes publizistisches Gesamtwerk.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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