Banken sichern Bargeldversorgung: Filialen teilweise zu

Bargeld hamstern? Das muss nicht sein - sagen Bankenchefs. Auch der Ministerpräsident meldet sich zu Wort.
| dpa
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Das Logo der Sparkassen ist an einem Gebäude zu sehen.
Marijan Murat/dpa/Symbolbild Das Logo der Sparkassen ist an einem Gebäude zu sehen.

München (dpa/lby) - Die Banken in Bayern sehen weder die Bargeldversorgung noch den Zahlungsverkehr durch die Verbreitung des Coronavirus gefährdet. "Es gibt keinen Grund, Bargeld zu hamstern", sagte Jürgen Gros, der Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern am Dienstag in München. Sein Kollege vom Sparkassenverband Bayern, Ulrich Netzer betonte: "Die Bargeldversorgung ist weiterhin gesichert." Auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) rief dazu auf, auf unnötige Bargeldabhebungen zu verzichten. Die Commerzbank München erklärte, es gebe an allen Standorten eine "unangetastet stabile Bargeldversorgung".

Alle wichtigen Finanztransaktionen wie Bargeldverfügungen oder Überweisungen könnten "weiter wie immer abgewickelt werden", sagte Netzer. Allerdings könnten die Sparkassen nicht in allen 2195 Geschäftsstellen mit Personal den Betrieb vollständig aufrechterhalten. Wo Mitarbeiter etwa durch Quarantänemaßnahmen oder mangels Kinderbetreuung fehlten, blieben einzelne Geschäftsstellen geschlossen. Auch Gros sagte, dass es vereinzelt zu Einschränkungen im Filialbetrieb der Volks- und Raiffeisenbanken kommen könne. Die Commerzbank erklärte, ein Teil der Filialen sei vorsorglich für den Kundenverkehr geschlossen. Alle drei versicherten aber, dass man seine Bankgeschäfte weiterhin tätigen könne.

"Selbst wenn eine Filiale ihren Betrieb einschränkt, laufen die bankinternen Prozesse weiter", sagte Gros. Telefonisch oder online blieben die Banken für ihre Kunden ansprechbar. Auch Netzer sieht eine hohe Bedeutung von Online- und Telefonbanking. In den Servicecentern für das Telefonbanking habe man dafür die Kapazitäten aufgestockt. Auch viele Beratungen würden telefonisch durchgeführt.

Zudem bereiten sich die Banken auf die Abwicklung der staatlichen Förderprogramme vor. Die Mittel aus Liquiditäts- und Kredithilfen sollten schnell und reibungslos weitergegeben werden, sobald die Umsetzung starte, sagte Netzer.

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