Bären-Hinterlassenschaft in bayerischen Alpen gesichtet

Balderschwang (dpa/lby) - In den bayerischen Alpen ist mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder ein Bär unterwegs gewesen. Eine Touristin habe am 1.
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Ein Braunbär. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild
dpa Ein Braunbär. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild

Balderschwang (dpa/lby) - In den bayerischen Alpen ist mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder ein Bär unterwegs gewesen. Eine Touristin habe am 1. Oktober ein Foto aufgenommen, auf dem Kotspuren eines Bären zu sehen sein, teilte das bayerische Umweltministerium in München am Freitag mit. Das Foto sei den Behörden am 16. Oktober zur Verfügung gestellt worden.

"Möglicherweise handelt es sich um das Tier, das bereits am 9. Oktober in Tirol nachgewiesen wurde", heißt es in der Mitteilung des Ministeriums weiter. In Tirol streifte ein junger Braunbär durch die Wälder um Reutte.

Es gebe derzeit trotz der einwandfreien Zuordnung der Losung des Tieres keine Anhaltspunkt dafür, dass sich der Bär weiterhin in Bayern aufhalte. Dennoch hätten die zuständigen Behörden im Freistaat Vorbereitungen getroffen. Wanderer und Bevölkerung seien aufgerufen, keine Essensreste in freier Wildbahn zu hinterlassen. Im Falle einer direkten Begegnung sei Abstand zu halten. "Unser Netzwerk Große Beutegreifer ist informiert und sammelt alle Erkenntnisse vor Ort", sagte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler).

Die Diskussion um den Umgang mit wilden Bären war insbesondere entfacht worden, nachdem im Jahr 2006 der als "Bruno" bekannte Braunbär in Bayern umherstreifte und mehrere Nutztiere riss. Der Bär, vom damaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) als "Problembär" bezeichnet, wurde letztlich erschossen.

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