Bär kritisiert Seehofer-Äußerungen über Gamerszene

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) erntet für seine Äußerungen zur Gamerszene nach dem Terroranschlag von Halle heftige Kritik aus den Reihen der eigenen Partei und der Bundesregierung. CSU-Vize Dorothee Bär, die auch Staatsministerin für Digitalisierung im Kanzleramt ist, sagte am Montag nach Teilnehmerangaben in einer CSU-Vorstandssitzung in München, in Bayern und Deutschland werde viel für die Games-Förderung gemacht.
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Dorothee Bär (CSU), Bundesministerin für Digitalisierung. Foto: Peter Kneffel/dpa
dpa Dorothee Bär (CSU), Bundesministerin für Digitalisierung. Foto: Peter Kneffel/dpa

München - Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) erntet für seine Äußerungen zur Gamerszene nach dem Terroranschlag von Halle heftige Kritik aus den Reihen der eigenen Partei und der Bundesregierung. CSU-Vize Dorothee Bär, die auch Staatsministerin für Digitalisierung im Kanzleramt ist, sagte am Montag nach Teilnehmerangaben in einer CSU-Vorstandssitzung in München, in Bayern und Deutschland werde viel für die Games-Förderung gemacht. Ohne Seehofer beim Namen zu nennen, sagte Bär, das lasse man sich nicht mit "einem Satz" kaputtmachen. Das wäre so, wie wenn man "mit dem Arsch" einreiße, was man jahrelang aufgebaut habe, fügte sie hinzu.

Seehofer hatte am Wochenende zunächst erklärt: "Das Problem ist sehr hoch. Viele von den Tätern oder den potenziellen Tätern kommen aus der Gamerszene." Manche nähmen sich Simulationen geradezu zum Vorbild. "Man muss genau hinschauen, ob es noch ein Computerspiel ist, eine Simulation oder eine verdeckte Planung für einen Anschlag. Und deshalb müssen wir die Gamerszene stärker in den Blick nehmen." Später warnte er dann gezielter davor, dass Rechtsextremisten Gaming-Plattformen für ihre Zwecke nutzen. "Wir sehen, dass Rechtsextremisten das Internet und auch Gaming-Plattformen als Bühne für ihre rechtswidrigen Inhalte missbrauchen", schrieb er auf Twitter. Der Attentäter von Halle war in der Gamerszene unterwegs.

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