Axt-Attacke in Würzburg: Noch viel mehr Opfer

AZ-Chefredakteur Michael Schilling über die Terror-Tat bei Würzburg.
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Michael Schilling über die Terrorattacke in Würzburg.
dpa/az Michael Schilling über die Terrorattacke in Würzburg.

Wessen Geschäft die Angst ist, der schreckt vor keiner Idiotie zurück. Dass der IS die geistige Urheberschaft für die Horrortat eines Unterbelichteten in Heidingsfeld einfordert, ist bizarr und gehört zu dessen abstrusem Selbstverständnis. Beinahe so eigentümlich ist übrigens die Äußerung von Grünen-Politikerin Renate Künast, warum die Polizei den tobenden Amok-Axtkämpfer denn „nicht angriffsunfähig“ angeschossen habe – die zeigt, dass wir uns in Deutschland an den Umgang mit Terror (leider) erst wieder gewöhnen müssen.

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Mitleid mit Tätern ist unangebracht

Mitleid mit einem Täter, der aus Hass und Verblendung Andersgläubige töten wollte, ist nicht angebracht. Mitleid haben die Opfer verdient.

Und das sind weitaus mehr als die fünf Verletzten und die Polizisten mit ihrem Trauma. Zu den Opfern gehört die Pflegefamilie, deren Gastfreundschaft Muhammad Riyad missbraucht hat; sein Praktikums-Arbeitgeber, seine Lehrer, die Sozialarbeiter im Kolpingheim – und all jene, die ihm neben Essen, Trinken und Kleidung auch Vertrauen gegeben haben – und WLAN, um im Internet zu surfen.

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Zu den Opfern gehören auch Menschen, die Riyad gar nicht persönlich gekannt haben: die vielen Freiwilligen in den Helferkreisen, Politiker, die für Integration kämpfen. Jeder Anschlag erschüttert ihren Mut, ihre Hingabe, ihre Argumente. Es dürfte wohl nicht der letzte gewesen sein.

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