Auto nach 20 Jahren aus dem Main-Donau-Kanal geborgen

Bei Forchheim befördert ein Bagger ein außergewöhnliches Fundstück ans Tageslicht. Einsatzkräfte ziehen ein völlig von Muscheln überzogenes Auto aus dem Main-Donau-Kanal.
dpa |
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Das Auto war 2006 als gestohlen gemeldet worden und nach gut zwei Jahrzehnten von Helfern des Technischen Hilfswerks bei einer Sonarübung gefunden worden. (Handout: Polizeipräsidium Oberfranken)
Das Auto war 2006 als gestohlen gemeldet worden und nach gut zwei Jahrzehnten von Helfern des Technischen Hilfswerks bei einer Sonarübung gefunden worden. (Handout: Polizeipräsidium Oberfranken) © Polizei Oberfranken/dpa
Forchheim

Ein Einsatz am Main-Donau-Kanal hat im oberfränkischen Forchheim ein altes Rätsel gelöst. Wie das Polizeipräsidium Oberfranken mitteilte, bargen Einsatzkräfte am Mittwoch ein Fahrzeug aus dem Wasser, das bereits im Jahr 2006 als gestohlen gemeldet worden war.

Den entscheidenden Hinweis habe eine Sonarübung des Technischen Hilfswerks (THW) im April dieses Jahres geliefert. Etwa 150 Meter vor dem Wehr in Forchheim hätten die Helfer in rund drei Metern Tiefe und 20 Metern Entfernung vom Ufer eine "auffällige Struktur" entdeckt.

Unter der Federführung des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts erfolgte schließlich die Bergung. Wie die Beamten erklärten, befestigten Taucher zunächst Zugseile an dem Objekt. Mit Hilfe eines Baggers auf einem Arbeitsboot sei der Wagen dann an die Oberfläche gebracht worden. Dabei leisteten auch die Wasserschutzpolizei Bamberg und das THW Unterstützung.

An der Oberfläche zeigte sich, dass es sich um ein Geländefahrzeug handelte. Dieses sei über die Jahre stark von Muscheln bewachsen und teilweise bereits mit dem Gewässergrund verwachsen gewesen, so die Polizei.

Aufgrund gesetzlicher Löschfristen gab es in den polizeilichen Datensätzen zunächst keine Spuren mehr zur Herkunft des Autos. Erst über alte Zulassungsdaten und das Kennzeichen sei es den Ermittlern gelungen, die Verbindung zu dem Diebstahl aus dem Jahr 2006 herzustellen. Hinweise auf weitere Straftaten fanden sich im Inneren nicht. Strafrechtliche Ermittlungen werde es nicht geben, da mögliche Delikte inzwischen verjährt seien.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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