Augsburger VAR-Frust: "Aberwitzig und unverständlich"

Nach der Niederlage des FC Augsburg in Mainz kochen die Emotionen hoch. Trainer und Spieler hadern mit dem Video-Assistenten.
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Macht den Video-Assistenten mitverantwortlich für die Niederlage in Mainz: Augsburgs Trainer Manuel Baum.
Macht den Video-Assistenten mitverantwortlich für die Niederlage in Mainz: Augsburgs Trainer Manuel Baum. © Florian Wiegand/dpa
Mainz

Trainer Manuel Baum übte nach der 0:2-Niederlage des FC Augsburg beim FSV Mainz 05 heftige Kritik am Video-Assistenten, Mittelfeldspieler Elvis Rexhbecaj sprach sich gar für dessen Abschaffung aus. "Wir sind als FC Augsburg in den vergangenen Wochen öfter benachteiligt worden. Daran können wir nichts ändern, aber ich will das auch nicht einfach so hinnehmen", schimpfte Baum.

Sein Ärger entzündete sich an einem äußerst fragwürdigen Elfmeter, der zum frühen Rückstand der bayerischen Schwaben geführt hatte. Nach einem Strafraumduell zwischen Rexhbecaj und dem Mainzer Stefan Bell hatte Schiedsrichter Patrick Ittrich auf Strafstoß entschieden, der auch nach minutenlanger Überprüfung des VAR Bestand hatte. 

"Im Videokeller wurde ein Kontakt gesucht, aber nicht gefunden. Da wäre es das Mindeste gewesen, dass der Schiedsrichter rausgeschickt wird, um sich das selbst anzuschauen. Dann wäre er zum Schluss gekommen, den Elfmeter zurückzunehmen. Es ist für mich komplett unverständlich, warum das nicht geschehen ist. Man sieht in keinem Bild eine Berührung, da bewegt sich nicht einmal ein Stutzen. Man sieht nur einen Spieler, der hinfällt", polterte Baum. Aus seiner Sicht sei es "aberwitzig, dass ein nicht sichtbarer Kontakt dazu führt, dass die Entscheidung bestehen bleibt". 

Rexhbecaj für Abschaffung des VAR

Ittrich erklärte die Szene beim Streamingdienst DAZN so: "Ich stand auf dem Platz und habe gesehen, dass der Spieler Bell ganz klar den Ball spielt und der Spieler Rexhbecaj voll durchzieht und es zu einem klaren Kontakt am Fuß kommt und ich höre ihn auch. Ich habe mich dann für Elfmeter entschieden und war dann im Kontakt mit dem Video-Assistenten. Die haben die Bilder geprüft und konnten es weder widerlegen noch belegen." Bell selbst sprach von einer "leichten Berührung".

Für Rexhbecaj war es dagegen eine Fehlentscheidung. "Es ist bitter, denn selbst mit der Lupe siehst du fast gar keinen Kontakt", sagte der 28-Jährige über die Szene und fügte hinzu: "Der VAR macht einfach viel zu viele Fehler, warum auch immer. Ich könnte mit Fehlentscheidungen des Schiedsrichters besser leben als mit Fehlentscheidungen nach Videobeweis. Das dürfte es eigentlich gar nicht geben." Er plädiere daher für eine Rückkehr zum alten System: "Ich wünsche mir, dass es wieder ist wie früher."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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